3.000 m Hindernis

Doppelsieg für Kenia, Europarekord für Franzosen Tahri

Gold und Silber für Kenia, Bronze für Frankreich – so endete der 3.000-m-Hindernislauf der Männer.

Ezekiel Kemboi aus Kenia gewann bei der WM in Berlin Gold über 3.000 m Hindernis

Ezekiel Kemboi gewann zum ersten Mal WM-Gold in Berlin.

Bild: Photorun

Gold und Silber für Kenia, Bronze für Frankreich – so endete der 3.000-m-Hindernislauf der Männer bei den 12. Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Berliner Olympiastadion. Die Kenianer stellen damit zum achten Mal den Goldmedaillengewinner über diese Distanz: Es ist Ezekiel Kemboi, der mit 8:00,43 Minuten zudem einen Meisterschaftsrekord aufstellte. Der 27-Jährige gewann in einer Spurtentscheidung vor seinem Landsmann Richard Mateelong (8:00,89) und dem Europarekord laufenden Bob Tahri (8:01,18). Der Franzose verhinderte, dass die Kenianer wie vor zwei Jahren in Osaka alle drei Medaillen gewannen.

In einem durchweg schnellen Finale begannen sich nach der Hälfte des Rennens fünf Läufer zu lösen: Vier Kenianer und mitten drin der Franzose Bob Tahri. Als es in die letzten Runde ging, kämpften an der Spitze immer noch vier Läufer um drei Medaillen. Die Kenianer Kemboi, Mateelong und Paul Koech sowie Bob Tahri, der in dieser Saison bereits zuvor den Europarekord mit 8:02,19 Minuten gebrochen hatte.

Noch am letzten Hindernis auf der Zielgeraden sah es so aus, als würden Kenia wiederum alle drei Medaillen gewinnen. Doch Paul Koech kam nicht so flüssig wie Bob Tahri über den letzten Balken. So konnte der Franzose den Schwung mitnehmen und sich noch knapp an Koech (8:01,26) vorbeischieben.

Hinter den beiden Äthiopiern Yacob Jarso (8:12,13) und Roba Gary (8:12,40) wurde der vierte Kenianer im Rennen – Brimin Kipruto, der Titelverteidiger und Olympiasieger von Peking 2008 – dieses Mal nur Siebenter in 8:12,61 Minuten.

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