Deutsche Hallenmeisterschaften

Doppelsieg für Homiyu Tesfaye

Homiyu Tesfaye konnte bei den Deutschen Hallenmeisterschaften gleich zwei Titel einfahren. Der für Eintracht Frankfurt startende 20-Jährige siegte über 1.500 und 3.000 m.

Homiyu Tesfaye lief einmal mehr vorneweg.

Homiyu Tesfaye lief einmal mehr vorneweg.

Bild: marathonfoto.tv / Wenning

An Homiyu Tesfaye führt im deutschen Mittel- und Langstreckenbereich kein Weg mehr vorbei. Der 20-jährige Youngster, der aus Äthiopien kommt und seit Juni 2013 für Deutschland startberechtigt ist, sorgte für das Highlight bei den Lauf-Wettbewerben der Deutschen Hallenmeisterschaften. In Leipzig gewann der für Eintracht Frankfurt startende Tesfaye am Wochenende gleich zwei Titel: zunächst die 3.000 m am Sonnabend und dann auch die 1.500 m am Sonntag.

Nachdem er sich am Sonnabend zunächst mit einem Vorlauf-Sieg über 1.500 m für das Finale tags darauf qualifiziert hatte, ließ Tesfaye seinen Gegnern im 3.000-m-Endlauf keine Chance. Lange hielt sich der 1.500-m-WM-Fünfte von Moskau 2013 zurück, doch am Ende war seinem Spurt keiner gewachsen. Tesfaye gewann in 7:58,09 Minuten und stellte dabei sogar noch eine persönliche Bestzeit auf. Zum ersten Mal blieb er über diese Strecke unter acht Minuten. Im Freien war er zuletzt 2012 über diese Distanz gelaufen und hatte dabei 8:03,95 erreicht. Hinter Tesfaye belegte im 3.000-m-Finale von Leipzig der Berliner Carsten Schlangen (LG Nord) Rang zwei mit einer persönlichen Jahresbestzeit von 7:58,62. Dritter wurde Marcel Fehr (LG Limes-Rems) in 7:59,15.

Auch über 1.500 m hielt sich Tesfaye am Sonntag zunächst zurück. Rund 500 Meter vor dem Ziel verschärfte er das Tempo und lief schnell einen entscheidenden Vorsprung heraus. 3:47,28 Minuten reichten ihm zum Sieg vor Florian Orth (LG Telis Finanz Regensburg/3:47,82) und Christoph Lohse (TV Wattenscheid/3:48,02).

Bei den Hallen-Weltmeisterschaften, die vom 7. bis 9. März im polnischen Sopot stattfinden, könnte Tesfaye über 1.500 m einmal mehr bei einem großen Titelkampf eine gute Rolle spielen. „In Moskau war ich bei der WM im vergangenen Jahr Fünfter, vielleicht geht jetzt noch ein bisschen mehr“, sagte Tesfaye.

Das 800-m-Finale von Leipzig gewann Andreas Lange (LG Reinbek) in 1:51,85 Minuten vor Sören Ludolph (LG Braunschweig/1:52,08) und Patrick Zwicker (LC Rehlingen/1:52,14).

Eine Überraschung gab es im 3.000-m-Finale der Frauen am Sonntag: Hier setzte sich nach einer starken letzten 200-m-Runde Maren Kock (LG Telis Finanz Regensburg) in der deutschen Jahresbestzeit von 9:01,09 Minuten durch. Sie war damit deutlich vor Elina Sujew (LT Hamburg-Marathon/9:04,96) und ihrer Vereinskameradin Corinna Harrer (9:06,99) im Ziel.

Während Fabienne Kohlmann (LG Karlstadt-Gambach-Lohr) in 2:03,27 Minuten die 800 m vor Christina Hering (LG Stadtwerke München/2:03,30) und Aline Krebs (ATSV Saarbrücken/2:04,62) gewann, setzte sich im 1.500-m-Finale Annett Horna (LC Rehlingen) mit 4:23,41 durch. Denise Krebs (TV Wattenscheid/4:24,17) und Lena Klaassen (Bayer Leverkusen/4:24,29) belegten hier die Ränge zwei und drei. In der Hallensaison hat keine deutsche Läuferin eine WM-Norm erreicht.

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