Junge Wilde

Die Newcomerinnen der deutschen Laufszene

Sie sind die Laufstars von morgen: Deutschland hat wieder eine neue Generation von jungen, ambitionierten Talenten.

Die Zwillinge Diana (46) und Elina (47) Sujew gehören zu den aussichtsreichen Nachwuchsläuferinnen in Deutschland.

Die Zwillinge Diana (46) und Elina (47) Sujew gehören zu den aussichtsreichen Nachwuchsläuferinnen in Deutschland.

Bild: Norbert Wilhelmi

In deutschen Laufszene tut sich wieder etwas. Lange Zeit gab es hierzulande mit Sabrina Mockenhaupt und Irina Mikitenko nur zwei Läuferinnen, die auch international konkurrenzfähig sind. Mittlerweile wächst aber eine neue Generation von Athletinnen heran, die sich auf höchstem Niveau beweisen möchte. Während das Duo Mockenhaupt und Mikitenko auf der Marathonstrecke zu Hause ist, treten die Neuen lieber auf deutlich kürzeren Strecken an.

Die Frankfurterin Gesa Felicitas Krause hat sich auf den Hindernislauf spezialisiert. 2010 belegte sie bei der Juniorenweltmeisterschaft im kanadischen Moncton einen starken vierten Platz. In diesem Jahr rannte sie bei der Junioreneuropameisterschaft im Alleingang zu einem eindrucksvollen Sieg. Als Lohn für ihre Leistungen erhielt sie einen Startplatz beim Diamond-League-Meeting in London. Gegen die internationale Elite schlug sie sich achtbar und wurde Sechste. Wichtiger war aber ihre Zeit. Mit 9:35,97 Minuten pulverisierte die erst 19-Jährige ihren eigenen Deutschen Jugendrekord und schaffte damit auch die Qualifikation für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Daegu (Südkorea).

Gesa Felicitas Krause (rechts) beim Darmstadt-Cross 2009.

Bild: Tomas Ortiz-Fernandez

Jana Sussmann wird sie dorthin begleiten. Die 21-jährige gebürtige Hamburgerin sicherte sich Ende Juli in Kassel den Deutschen Meistertitel im Hindernislauf. Zwar profitierte dabei davon, dass die lange Zeit verletzte Deutsche Rekordhalterin Antje Möldner noch nicht zu alter Form zurückgefunden hatte. Aber als überraschende Dritte bei der Team-Europameisterschaft in Stockholm und als Silbermedaillengewinnerin bei der U23-Europameisterschaft in Ostrava (Tschechien) hatte sie kurz zuvor bereits angedeutet, dass in Zukunft mit ihr zu rechnen sein wird.

Für die beiden jungen Hindernisläuferinnen wird es nicht einfach werden, sich in Daegu für das Finale zu qualifizieren. Doch vor allem Krause rechnet sich Chancen aus. In der Weltjahresbestenliste liegt sie derzeit an Platz 17 und nicht alle vor ihr liegenden Läuferinnen werden bei der Weltmeisterschaft an den Start gehen. Außerdem traut sie sich durchaus eine erneute Steigerung ihrer Bestleistung zu. Sussmann liegt mit ihrer Bestzeit von 9:43,28 Minuten weltweit auf Platz 40. Aber auch sie besitzt noch Reserven. Im Vergleich zum Vorjahr hat sie sich bereits um fast 28 Sekunden verbessert, so dass ein weiterer Leistungssprung keine Überraschung wäre. In jedem Fall werden Krause und Sussmann in Südkorea wertvolle Erfahren mit ihren Weg zu den Olympischen Spielen 2012 in London sammeln können.

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