Gesa Felicitas Krause

Deutschlands Hoffnungsträgerin auf der Langstrecke

Gesa Felicitas Krause wird bei der Leichtathletik-WM mit Juniorinnen-Europarekord belohnt.

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Gesa Felicitas Krause lief in Daegu ein tolles WM-Debüt und gibt dem deutschen Langstreckenlauf eine neue Perspektive.

Bild: photorun

Deutschland hat im Frauen-Langstreckenlauf wieder eine Perspektive: Gesa Felicitas Krause stellte am Dienstagabend bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Daegu einen Juniorinnen-Europarekord über 3.000 m Hindernis auf. Dass sie – natürlich als einzige deutsche Läuferin – überhaupt ins Finale gekommen war bei ihrer ersten großen Meisterschaft, war schon eine außerordentliche Leistung. Im Endlauf schlug sie sich gegen Weltklasse-Konkurrentinnen bravourös und erreichte nach 9:32,74 Minuten auf Rang neun das Ziel. Damit hatte sie die bisherige Bestmarke der Norwegerin Karoline Bjerkeli Grovdal, die vor vier Jahren 9:33,17 Minuten gelaufen war, knapp unterboten.

Erst Anfang August hatte sich die 19-jährige Läuferin der Eintracht Frankfurt mit einer deutlichen Steigerung auf 9:35,97 Minuten beim Diamond League-Meeting in London für die WM qualifiziert. Im Vorlauf verbesserte sie sich dann als Dritte leicht auf 9:35,83 und im Finale war sie knapp drei Sekunden schneller. Bei der Junioren-Europameisterschaft in Tallin hatte Gesa-Felicitas Krause im Juli bereits Gold gewonnen.

„Diese Weltmeisterschaften waren eine tolle Erfahrung für mich und eine große Motivation für das Training“, sagte Gesa Felicitas-Krause, die vom früheren Marathon-Bundestrainer Wolfgang Heinig trainiert wird, der Ehemann der ehemaligen Weltklasse-Marathonläuferin Katrin Dörre-Heinig. Das nächste große Ziel von Gesa Felicitas Krause sind nun die Olympischen Spiele in London 2012, wo eine weitere Finalteilnahme das Ziel ist.

„Ich werde viel trainieren für Olympia und dann hoffentlich frühzeitig die Norm schaffen. Ich denke, ich werde 2012 größeres Potenzial haben als jetzt“, sagte die 19-Jährige, die in der Regel 80 bis 90 km pro Woche trainiert. „In Spitzenwochen waren es aber auch schon einmal 150 km.“ Manche Trainingseinheiten absolviert sie auch zusammen mit Heinigs Tochter Katharina, die frühzeitig zum Marathon gewechselt ist. „Aber ihr Training ist natürlich ein ganz anderes als meines.“

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