Desert Ultra 2013

Deutscher gewinnt Wüsten-Ultra in Namibia

Rafael Fuchsgruber zählt seit Jahren zu den besten Extremläufern Deutschlands. Nun konnte er den Desert Ultra durch die Wüste Namibias gewinnen.

Desert Ultra 2013 - Die Fotos
Desert Ultra Namibia Fuchsgruber Highlight

Der Desert Ultra führt durch die Namib-Wüste in Namibia.

Bild: Martin Paldan/Beyond the ultimate

Rafael Fuchsgruber (52) zählt seit Jahren zu den besten Extremläufern Deutschlands. Nun hat der in Hennef lebende Sportler seinen ersten Wüstenlauf gewonnen. Bei der Erstauflage des „Desert Ultra“ in der Wüste Namib in Namibia belegte Fuchsgruber nach 250 Kilometern in 29:58:29 Stunden den ersten Platz. Dabei verwies der erfahrene Ultraläufer die Konkurrenz mit Andrew Clarke (GB, 30:17:15 Stunden) und Alan Leed (DEN, 31:56:34) auf die Plätze.

Auf insgesamt vier Etappen durften sich die 20 internationalen Starter beweisen. Die letzte und längste Tagesetappe belief sich auf 100 km. Das Rennen war extrem hart – 50 Prozent der Läufer mussten aufgeben. Das Reglement des „Desert Ultra“ sieht zudem eine weitere Hürde vor: Der Veranstalter gewährleistet allein die Trinkwasserversorgung durch Checkpoints alle 10 km und den Transport der Zelte zum nächsten Etappenort. Alle anderen wichtigen Dinge wie Nahrung, Schlafsack, Notfallequipment etc. müssen die Athleten in einem bis zu 10 kg schweren Rucksack selbst mit sich führen.

Das Rennen verlief für den erfahrenen Fuchsgruber überwiegend positiv. Lediglich am ersten Tag handelte er sich einen Rückstand von 40 Minuten auf die beiden Führenden Clarke und Leed ein, nachdem er Streckenmarkierungen übersehen und sich infolgedessen verlaufen hatte. Ab der zweiten Etappe ging es dann aufwärts. Auf der dritten Etappe übernahm Fuchsgruber schließlich die Führung und gab diese auf der abschließenden 100-km-Etappe nicht mehr ab.

Rafael Fuchsgruber durfte sich nach vier Etappen als Sieger feiern lassen.

Bild: Martin Paldan/Beyond the ultimate

Dass ein solches Rennen durchaus lebensgefährlich sein kann, wurde allen Teilnehmern vor Augen geführt, als der Wuppertaler Dennis Grüne auf der ersten Etappe die Streckenmarkierung verpasste und in der Wüste verloren ging. Er wurde erst am nächsten Tag, bereits dehydriert, durch Special Local Forces und einen herbeigerufenen Polizeihubschrauber gefunden und ins nächste Krankenhaus geflogen. Der studierte Ernährungswissenschaftler überlebte unter anderem dadurch, dass er seinen eigenen Urin trank.

Bereits bei früheren Rennen durch die heißesten Plätze der Erde gelangen Fuchsgruber regelmäßig Platzierungen auf dem Podium: So belegte er den 2. Platz beim Jordan Race 2012 und den dritten Platz beim Sahara Race 2010. Fuchsgruber ist hauptberuflich Konzertveranstalter und Inhaber der Firma Lux Musik mit Sitz in Hennef. Er trainiert mit Joey Kelly bei der LAZ Puma Rhein-Sieg unter Thomas Eickmann, der zeitweise auch Sabrina Mockenhaupt betreut hat.

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