Towerrunning

Deutscher Doppelsieg bei Rekordtreppenlauf

Beim 5. SkyRun MesseTurm Frankfurt sorgten Thomas Dold und Matthias Jahn für einen deutschen Doppelsieg.

Gipfeltreffen im Messeturm
„Normalerweise interessieren sich unsere Kunden für die 24 Aufzüge im Messeturm, dass ich aber unsere 1344 Stufen anpreisen darf, gehört eher zu den seltenen Ereignissen.“ So begrüßte Heike Beyer vom Management des Frankfurter Messeturms am vergangenen Samstag Abend Ihre Gäste. Und diese Gäste waren in der Tat außergewöhnlich – es handelte sich um internationale Athleten, die sich im 10. Stockwerk des Wolkenkratzers trafen um sich bei einer Nudelparty über den Dächern Frankfurts für ein ebenso außergewöhnliches Rennen zu stärken. Europas längster Indoor-Treppenlauf stand am Folgetag auf dem Programm. Unter dem Motto „Charity und Weltcup“ hatte das Team um Renndirektor Michael Lederer bereits zum fünften Mal Europas Towerrunning-Elite zum SkyRun MesseTurm Frankfurt geladen.

Dem Aufruf zur vertikalen Herausforderung gefolgt waren 472 Athletinnen und Athleten aus zehn Ländern. Zu den Favoriten unter Ihnen gehörten neben Titelverteidiger Matthias Jahn auch die 2009 in Frankfurt erfolgreiche 13-jährige Marie-Fee Breyer. Drei Tage vor dem Lauf dann die Überraschung: Auch Weltcup-Titelverteidiger Thomas Dold, der vor zwei Jahren im Rahmen der Run2Sky-Europe-Serie im Messeturm siegte, kündigte kurzentschlossen seine Teilnahme an. Damit war der internationalen Konkurrenz klar, dass der Weg zum Sieg wohl nur über den Streckenrekord-Halter führen würde. Schwierige Bedingungen also für das lang ersehnte Comeback von Matthias Jahn, der mehr als ein halbes Jahr verletzungsbedingt pausieren musste. Und dann waren da noch die wohl bekannten Namen der europäischen Towerrunning-Konkurrenz Tomas Celko, Fabio Ruga, Pavel Holec und Omar Bekkali, die sich Chancen ausrechneten, vielleicht doch nicht nur der mehr oder wenige lachende Dritte zu werden, der das Podium hinter den deutschen Spitzenläufern schmückt.

Bestzeiten von Dold und Jahn
Thomas Dold kam dann auch die Ehre zu, die erste Richtzeit des Tages vorzulegen. In Frankfurt dürfen die zeitschnellsten Athleten der Vorjahre nämlich gleich zu Beginn des im Einzelstartverfahrens ausgetragenen Laufes die 61 Stockwerke in Angriff nehmen. 6:36 Minuten hatte er für diese Distanz vor zwei Jahren benötigt. Für die zahlreich anwesenden Fotografen blieb also nicht viel Zeit, sich mit dem Lastenaufzug des Turmes ins Ziel fahren zu lassen, wenn sie den deutschen Seriensieger am Start und beim Zieleinlauf vor die Linse bekommen wollten.

Während Dold durch das dreieckige Treppenhaus nach oben stürmte, war der Zielraum bereits umsäumt von Objektiven, die sich auf den Korridor hinter der äußerst engen Zielkurve richteten und die Ankunft des Favoriten erwarteten. Das Warten fand ein jähes Ende als Dold im weißen Run2Sky-Dress nach 6 Minuten und 29 Sekunden ins Ziel einlief. Sieben Sekunden schneller als der eigene Streckenrekord. Schon jetzt war klar: Diese Zeit wird ganz schwer zu schlagen sein. Dann das erneute Warten im Ziel: Eine Minute nach Dold war Matthias Jahn in das Treppenhaus gestartet.

Als dann auch er im Blitzlichtgewitter die Zeitnahme im 61. Stock auslöste, war es Gewissheit: Es wird nicht zum Sieg reichen beim Comeback. Obwohl auch Jahn seine persönliche Bestzeit knapp verbessern konnte, fehlten 17 Sekunden gegen den Landsmann. Mit 6:46 durfte er sich aber gute Chancen auf das Podium ausrechnen.

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Dold unschlagbar

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