Berglauf-EM in Bulgarien

Deutsche Bergläufer ohne Medaille

Die deutschen Athleten blieben zwar erwartungsgemäß ohne Medaille, zeigten sich aber zufrieden.

Ziemlich enttäuscht schaute sein um zwei Jahre jüngerer Bruder René drein, der furios gestartet war und nach einer Runde auf Platz zwölf lag, am Ende allerdings nur 29. wurde. „Das war entschieden zu schnell“, bekannte der 20-jährige Neuling. Wegen einer Vereinsverpflichtung trafen die Brüder Stöckert erst am Samstagnachmittag in Sapareva Banya am Rande des Rila-Gebirges (80 km von Sofia entfernt) ein.

Das Frauenrennen über 9 km und 495 Höhenmeter gewann überraschend nicht die erklärte Favoritin Valentina Belotti, die nach der positiven Dopingkontrolle der eigentlichen Siegerin Elisa Desco (Italien) bei den Berglauf-Weltmeisterschaften in Campodolcino (Italien) wohl nachträglich zur Weltmeisterin ernannt werden dürfte. Vom Start weg schlug die Französin Marie Laure Dumergues ein hohes Tempo an, das zunächst nur das Skilanglaufass Antonella Confortola mitzugehen imstande war.

Belotti lag zumeist fünfzig Meter dahinter, konnte diesen Rückstand aber bis auf zwischenzeitlich drei Sekunden verkürzen. „Ich bin keineswegs enttäuscht, das war ein super Rennen für mich. Auf dem Schlusskilometer habe ich gespürt, dass die Französin zu stark war“, sagte sie. Überraschend war mit Constance Devillers die EM-Zweite der Bergauf-bergab-Distanz von 2008 aus dem Rennen gegangen. Einzige weibliche DLV-Starterin war die frühere Junioren-EM-Zweite Kerstin Straub, die sich allerdings auf der Bergabpassage eine leichte Fußprellung zugezogen hatte und nur mit Schmerzen ins Ziel einlaufen konnte. Sie belegte Rang 27.

Bei den Junioren setzte sich wie 2008 in Zell am Harmersbach der Türke Huseyin Pak durch, der dreißig Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Sebahattin Yildirimci und dem überraschend starken Belgier Jente Joly hatte. Eine starke Vorstellung gab Junior Fabian Alraun, der als Zehnter die Erwartungen mehr als erfüllte. „Für mich war dies eine super Strecke, vor allem bergab konnte man es gut laufen lassen.“ Bei den Juniorinnen verblüffte die Rumänin Denisa Ionela Dragomir mit 45 Sekunden Vorsprung, die die 18-Jährige auf 4,6 Kilometern herausgelaufen hatte.

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