Ein Wiederholungssieg

Der weltgrößte Halbmarathon in Newcastle 2009

Martin Lel gewinnt zum zweiten Mal und Jessica Augusto überrascht mit einem Start-Ziel-Sieg.

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Martin Lel.

Bild: Jörg Wenig / photorun.net

Zum zweiten Mal nach 2007 hat Martin Lel den Great North Run in Newcastle gewonnen. Der Kenianer lief beim größten Halbmarathonrennen der Welt hochklassige 59:32 Minuten. Es war die zweitbeste Zeit in der Historie des Traditionsrennens. Schnellste Frau war überraschend die Portugiesin Jessica Augusto, die nach 69:08 das Ziel an der Nordseeküste erreichte. Rund 54.000 Läufer hatten sich für das Rennen über 21,0975 km angemeldet, etwa 38.000 wurden am Sonntag im Ziel registriert.

Für Martin Lel war es eine erfolgreiche Wettkampf-Rückkehr, nachdem er im April kurzfristig aufgrund eines Hüftproblems auf seinen Start beim London-Marathon verzichten musste. In seinem ersten Wettkampf seit dem Lissabon-Halbmarathon im März löste sich der 30-Jährige auf dem letzten Kilometer von seinem letzten verbliebenen Konkurrenten Kiplimo Kimutai. Der kenianische Landsmann von Martin Lel erreichte als Zweiter mit 59:44 Minuten ebenfalls eine hochklassige Zeit.

Nach einem Krampf, den er nach rund 16 km bekam, hatte der zweifache Marathon-Weltmeister Jaouad Gharib fortan Probleme. Trotzdem wurde der Marokkaner noch Dritter mit 60:04 Minuten. „Ich war gut vorbereitet und hatte keine Probleme mit meiner Hüfte“, erklärte Martin Lel und fügte hinzu: „Jetzt werde ich noch eine intensive Trainingsphase absolvieren und dann möchte ich zum dritten Mal den New York-Marathon gewinnen.“

Überraschend lief die Portugiesin Jessica Augusto zu einem Start-Ziel-Sieg in Newcastle. Mit 69:08 Minuten unterbot die 27-Jährige, die bei den Weltmeisterschaften in Berlin im August Rang elf im 3.000-m-Hindernisfinale belegt hatte, ihre persönliche Bestzeit gleich um rund zweieinhalb Minuten. „Das ist der größte Sieg meiner Karriere“, sagte Jessica Augusto. „Angesichts der starken äthiopischen und kenianischen Konkurrenz war ich überrascht, dass keine andere Läuferin mein Tempo mitging.“ Mit 69:42 Minuten wurde Berhane Adere (Äthiopien) Zweite vor Ana Dulce Rosa (Portugal/69:48). Die Boston-Marathon-Siegerin Salina Kosgei (Kenia) lief als Fünfte 70:11 Minuten.