Leser-Reporter Gunther Hörichs

Der schönste und anspruchsvollste Abschnitt der Tour beginnt

Der Malerweg führt Gunther Hörichs und seine Mitläufer über eine aufregende Felsgruppe des Elbsandsteingebirges hin zur größten Felsenhöhle der Sächsischen Schweiz.

Bei Altendorf ist ein Drittel der Strecke geschafft

Immer schön auf der Höhe bleibend, über einem breiten Wanderweg und jede Schleife mitnehmend, geht es zur Entspannung der Läuferbeine Richtung Brandbaude. Auf diesem Teilabschnitt vertritt Egi´s Darm das erste Mal die Meinung etwas der Natur zurückgeben zu müssen. Leider ist der Darm Wiederholungstäter. Egi ist aber zäh und kämpft trotz Bauchgrumeln entschlossen weiter. Die folgende Passage mit seinen Stiegen und vielen Stufen hinunter ins nächste Tal und gleich wieder hinauf in nach Waitzdorf ist schon etwas anspruchsvoller. Dem Wettergott kommen nun leider die Tränen und er hört bis zum späten Nachmittag nicht mehr auf zu Weinen. Mit gefühlten 5°C sind aber zumindest die Temperaturen für mich ideal. Egi hätte lieber 20 Grad mehr.

Es ist 8:30 Uhr und wir erreichen nach knapp 40 km Altendorf und haben bereits 1/3 der Strecke geschafft. Hier übernimmt Veronika das Begleitfahrzeug, welches wir im Schnitt alle 5 bis 10 km tangieren und das mit reichlich Proviant und Wechselsachen vollgestopft ist.

Stufe für Stufe! Mit den Schrammsteinen des Elbsandsteingebirges beginnt der anspruchsvollste Streckenabschnitt der Tour.

Bild: privat

Weiter geht es mit dem anspruchsvollsten Streckenabschnitt

Der Abstieg durch die Dorfbachklamm ins Kirnitzschtal erfolgt wieder über Eisenleitern, schmale Wege und viele Stufen. Im Tal halten wir uns nicht lange auf und hoch geht es auf die andere Seite. Unsere nächsten Ziele sind die Schrammsteine und Affensteine mit wunderschönen Aussichten vom Schrammsteingratweg und als Klettereldorado bekannt. Mit seinen vielen Stiegen und steilen Passagen sowie ständigem Auf und Ab gehört dieser Abschnitt zu den schönsten und anspruchsvollsten unserer Tour. Entsprechend großzügiger wird unser Durchschnittstempo.

Von dort erfolgt wieder der Abstieg ins Kirnitzschtal zum Lichtenhainer Wasserfall. Für Sonja reicht es, denn wir sind immerhin schon 55 km unterwegs und sie möchte eine Woche später beim Oberelbemarathon starten. Dafür reiht sich, für uns völlig unerwartet, Marco mit ein, der uns die nächsten 15 km bis zum höchsten Punkt der Tour begleitet. Ebenso unerwartet werden wir durch seine Frau Carola und Andrea bis zum Endziel zusätzlich mit Nahrung und Flüssigkeit versorgt.

Wieder steil bergauf kommen wir beim mächtigen Felstor Kuhstall an, wo sich rein zufällig die gleichnamige Gaststätte befindet. Hier erwartet uns ein Berg Kohlehydrate in Form von Makkaroni nebst leckerer Tomatensoße und Apfelschorle die uns von den Betreibern gesponsert werden. Gut gestärkt und sehr gemächlich ist der darauffolgende, durch eine größere Wandergruppe gebremste Abstieg. Uns ist es Recht, da sich so unser Körper langsam an auf die Kombination Verdauung – Laufen einstellen kann. Dies zeigt uns aber auch, welches Glück wir mit dem schlechten Wetter haben, da ansonsten Rushhour gewesen wäre und unser Vorwärtskommen stark behindert hätte.

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Der höchste Punkt der Tour