Athleten-Portrait

Der Hindernis-Läufer Paul Koech

Paul Koech ist das jüngste Kind einer Farmer-Familie aus dem Dorf Sotik, wo er heute Idol vieler Kinder ist.

Zwischen 2004 und 2007 lief Koech jeweils Hinderniszeiten von unter acht Minuten, im vergangenen Jahr scheiterte er ganz knapp an dieser Barriere. In der aktuellen Jahresweltbestenliste steht der 27-Jährige zurzeit mit 8:01,72 Minuten hinter Ezekiel Kemboi (7:58,85) auf Rang zwei. Doch aufgrund der unglücklich verpassten Olympia-Qualifikation wird Paul Koech am Dienstagabend im Berliner Finale ganz besonders motiviert sein.

Paul Koech stammt aus dem Dorf Sotik, das im südlichen Bereich des kenianischen Great Rift Valleys liegt. Dort lebt der Läufer, der sieben Brüder hat und das jüngste Kind einer Farmer-Familie ist, heute noch. Im Gegensatz zu vielen kenianischen Weltklasseläufern brauchte er als Kind nicht zur Schule zu rennen. „Meine Schule war ganz in der Nähe. Ich habe auf der Grundschule mit dem Laufen begonnen und es war dann mehr oder weniger eine natürliche Entwicklung, die mich zum Hindernislauf brachte“, erzählt Paul Koech, der als Jugendlicher keine Vorbilder hatte.

Heute ist er selbst allerdings ein Idol vieler Kinder in Sotik und der dortigen Umgebung. Denn Koech ist in diesem Gebiet der einzige international erfolgreiche Läufer. „Viele junge Athleten schauen zu mir und ich versuche sie zu inspirieren und ihnen zu helfen. Ich spreche regelmäßig mit Kindern aus meiner Heimat und ermutige sie dazu, zu laufen und auch zur Schule zu gehen“, erzählt der Kenianer, der für zehn Kinder das Schulgeld übernommen hat.

Hier finden Sie ein Dossier mit allen Informationen rund um die Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2009 in Berlin

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Paul Koech auf Erfolgsjagd in Berlin