Leserreporterin Simone Zacher

Der erste Marathon in Berlin

Für ihre Marathon-Premiere hatte Simone Zacher sich den Berlin-Marathon ausgesucht. Ihr Fazit: "Wow, was für eine Erfahrung. 42,195 km Party und Emotionen pur."

Berlin-Marathon 2014 - Die Bilder
Start zum Berlin-Marathon 2014

Schon vor dem Start zum Berlin-Marathon 2014 wurde im Startblock von Simone Zacher gesungen und geklatscht.

Bild: privat

Letzter Kilometer unter Freudentränen

Wow, was für eine Erfahrung. 42,195 km Party und Emotionen pur. Bei Kilometer 41 stand nochmal meine Familie. In diesem Moment waren alle Schmerzen wir weggeblasen und ich hatte das Gefühl zu fliegen. In diesem Moment erlaubte ich mir auch den Gedanken, es tatsächlich zu schaffen, einen Marathon in Berlin zu finishen. Den letzten Kilometer mit Blick auf das Brandenburger Tor – den bin ich dann unter Tränen gelaufen.

Losglück bei der Startnummern-Lotterie

Als ich im November 2013 die Nachricht erhalten hatte, dass ich für einen Startplatz ausgelost worden bin, begann schon mal die erste Aufregung. Da ich in Berlin geboren bin und bis zum August 2000 dort gelebt habe, konnte ich den Berlin Marathon einige Male als Zuschauerin erleben. Einmal dort mitlaufen – ein lange gehegter Traum.

Erste Halbmarathon-Erfahrungen

Regelmäßiges Laufen betreibe ich seit 2010 als Ausgleich zum Beruf drei- bis viermal die Woche. Im November 2013 hatte dann schon ich einige kürzere Distanzen als Volkslauf absolviert, aber bei den Braunschweiger Lauftagen auch die Halbmarathon-Strecke geschafft. Für Ende März 2014 war ich beim Berliner Halbmarathon gemeldet. Ich stürzte mich also im November 2013 mit viel Elan in das Wintertraining. Trainingspläne hatte ich mir schon aus dem großen Laufbuch von Martin Grüning und Urs Weber rausgesucht. Mit diesen hatte ich bisher gute Erfahrungen gemacht.

Berlin-Marathon 2014 - Noch mehr Bilder

Zuschauerunterstützung bei Kilometer 33 für Berlin-Marathon-Läuferin Simone Zacher.

Bild: privat

Zwangspause

Eine Woche vor dem Start beim Berliner Halbmarathon stürzte ich mit dem Fahrrad und musste wegen einer anschließenden OP mehrere Wochen pausieren. In diesem Moment kam die große Sorge: meinen Traum – den Berlin-Marathon nicht nur als Zuschauer zu erleben – wohl noch länger aufschieben zu müssen. Aber nach acht Wochen konnte ich mein Lauftraining wieder aufnehmen. Natürlich war klar, dass ich an meine vorherige Fitness so schnell nicht heranreichen würde. Meine ursprünglich angepeilte Zeit für den Berlin-Marathon habe ich also schon Mitte Juni 2014 nach unten korrigiert. Mir waren nun ein gesundes Training und die Teilnahme am Berlin-Marathon am wichtigsten. Für den 24. August 2014 stand der Berliner Stadtlauf an. Dieser Halbmarathon stellte ein wichtiges Trainingsziel dar. Hiernach stand für mich die endgültige Entscheidung, dass ich den Marathon wagen konnte.

Nervosität und Partystimmung im Startblock

Am Morgen des 28. September 2014 war die Aufregung entsprechend groß. Im Startbereich – Startblock H – war die Stimmung super. Es wurde schon vor dem Start gesungen und geklatscht. Alle Läufer um mich herum waren gut gelaunt. Die ersten Kilometer des Berlin-Marathons waren pure Gänsehaut. Ich gab mir Mühe, bewusst langsam los zu laufen, um die Kräfte für die anstrengenden letzten 10 Kilometer zu sparen. Die ersten Kilometer nahm ich noch diverse Bands mit dem Handy auf und schickte die Fotos an meine Familie. Sie sollten auch etwas von der super Stimmung mitbekommen. Verabredet waren wir bei Kilometer 32. Der Lauf bis dahin war super. So viele Bands und jubelnde Leute. Man hatte gar keine Chance in ein Tief zu rutschen. Von der Menge getragen kam ich erstaunlich gut durch. Bei Kilometer 26 traf ich das erste Mal auf meine Familie.

Leserreporterin Simone Zacher im Ziel des Berlin-Marathons 2014

Bild: privat

Der Berlin-Marathon war für Simone Zacher ein unvergessliches Erlebnis. In einigen Jahren will sie erneut hier starten.

Fans an der Strecke

Das war schon nochmal besonders und Zeit für eine Umarmung musste sein. Das zweite Treffen bei Kilometer 33 bescherte mir dann leider einen Krampf im linken Oberschenkel, mit dem ich bis zum Schluss zu tun hatte. Daher musste ich am Potsdamer Platz das Tempo reduzieren und versuchte durch Gehen der Lage her zu werden. Irgendwie ging es dann weiter. Der Blick auf das Brandenburger Tor und der Moment, die Zielmatte nach 5:01:17 Stunden zu überqueren, entschädigten für alles. Auf einmal hat man fremde Menschen umarmt. Gänsehaut pur. Unendlich glücklich und erleichtert machte ich mich mit meiner Medaille auf zur Familientreffzone.

Ich komme wieder

Ein unvergessliches Erlebnis. Für mich war eigentlich schon nach ein paar Tagen klar, dass ich mich hier wohl nochmal um einen Startplatz bewerben werde: angepeilt habe ich September 2018!

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