Halbmarathon-WM

Der erste große Sieg für Mary Keitany

Die Kenianerin gewann in Afrika-Rekordzeit und wurde damit zur zweitschnellsten Athletin über die 21-km-Strecke.

Die erstaunlichste Leistung vollbrachte am Sonntag in Birmingham Mary Keitany. Vor zwei Jahren hatte sie bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften in Udine ihren größten Erfolg gefeiert. Damals wurde sie Zweite hinter ihrer früheren Landsfrau Lornah Kiplagat (Niederlande), die in Italien den noch gültigen Weltrekord von 66:25 Minuten aufgestellt hatte. Jetzt verpasste Mary Keitany diese Marke lediglich um elf Sekunden und wurde zur zweitschnellsten Halbmarathonläuferin aller Zeiten (ausgenommen Ergebnisse von Rennen mit zu stark abfallenden Strecken, die damit nicht die Anforderungen für offizielle Rekorde erfüllen).

Das Ergebnis der Mary Keitany ist umso bemerkenswerter, wenn man weiß, dass sie am Tag zuvor alles andere als eine optimale Vorbereitung auf das Rennen hatte: Knapp eine Stunde lang steckte die Kenianerin in einem Fahrstuhl fest, den sie auf dem Weg zur Pressekonferenz genommen hatte. „Natürlich hat mich das beeinträchtigt. Ich dachte, ich würde einen Kollaps bekommen, denn es war sehr heiß in diesem Fahrstuhl und wir schwitzten alle“, erzählte sie von dem Platzangst-Erlebnis, das sie noch mit zwei anderen Läufern teilte: Sammy Kitwara und Dathan Ritzenhein hingen ebenfalls fest.

„Ich habe danach sehr viel Wasser getrunken“, erzählte Mary Keitany, die am Sonntag im Gegensatz zu ihrem Landsmann Kitwara trotzdem in Topform war. Sie fühlte sich sogar so stark, dass sie während des Rennens ihre lange Zeit einzige Verfolgerin, die Äthiopierin Aberu Kebede, lautstark aufforderte, sich an der Tempoarbeit zu beteiligen. Kebede lehnte mehrmals ab und so lief Kitwara einfach davon, nachdem beide den 10-km-Punkt nach schnellen 31:04 Minuten erreicht hatten. Die nächste Zwischenzeit wäre ein Weltrekord gewesen, wenn dieser Streckenpunkt nicht ein zu großes Gefälle zum Start gehabt hätte: 15 km erreichte die Kenianerin nach 46:51 Minuten. Damit hatte sie bereits einen Vorsprung von 40 Sekunden auf Aberu Kebede und lief einem souveränen Sieg entgegen.

Im Kampf um Platz zwei musste sich Kebede im Schlussspurt der Kenianerin Philes Ongori (67:38) geschlagen geben. Sie erreichte als Dritte eine Sekunde später das Ziel. Caroline Kilel (Kenia/68:16), Metawet Tufa (69:11) und Tirfi Tsegaye (beide Äthiopien/69:24) belegten die nächsten Plätze in diesem hochkarätigen Rennen. Kimberley Smith (Neuseeland/69:35) war auf Rang sieben die beste Nicht-Afrikanerin.

Text: race-news-service.com

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