Hallen-WM in Doha

Defar und Mekonnen siegten für Äthiopien

Bei der Hallen-WM verteidigten Meseret Defar und ihr äthiopischer Landsmann Deresse Mekonnen ihre Titel.

Meseret Defar bei der Hallen-WM in Doha

Meseret Defar unterwegs in Doha.

Bild: photorun.net

Äthiopien hat nach zwei Tagen bei den Hallen-Weltmeisterschaften der Leichtathleten in Doha (Katar) bereits so viele Goldmedaillen gewonnen wie während der gesamten neuntägigen WM in Berlin im vergangenen Jahr. Am Sonnabend standen bei den Titelkämpfen die ersten Finalrennen über die Mittel- und Langstrecken auf dem Programm. Dabei setzte sich zunächst Titelverteidigerin Meseret Defar über 3.000 m durch. Anschließend verteidigte auch ihr äthiopischer Landsmann Deresse Mekonnen das Gold, das er vor zwei Jahren bei der Hallen-WM in Valencia über 1.500 m gewonnen hatte.

Meseret Defar hatte ursprünglich ein schnelles Rennen auf der 200-m-Hallenrundbahn geplant. „Aber dann“, erklärte sie gegenüber der Internetseite iaaf.org, „habe ich meine Taktik geändert. Ich merkte, dass es besser wäre abzuwarten und auf den Schlussspurt zu setzen – und das hat gut funktioniert.“ Lange Zeit lief Meseret Defar im Finale Seite an Seite mit ihrer Landsfrau Sentayehu Ejigu. Zwei Runden vor Schluss trat die 26-Jährige dann an, übernahm die Spitze und konnte auf den finalen 200 m den kleinen Vorsprung noch etwas ausbauen. Nach 8:51,17 Minuten war Meseret Defar im Ziel und hatte damit ein Novum über die 3.000-m-Hallendistanz aufgestellt. Denn bereits zum vierten Mal in Folge gewann sie die Goldmedaille bei diesen Titelkämpfen, die im Zwei-Jahrs-Rhythmus stattfinden.

Hinter Meseret Defar lag in der Schlussphase des Rennens zunächst Sentayehu Ejigu auf Rang zwei, doch Kenias 5.000-m-Weltmeisterin von Berlin, Vivian Cheruiyot, schnappte sich im Endspurt noch die Silbermedaille. Sie war in 8:51,85 Minuten vor der Äthiopierin (8:52,08) im Ziel. Für Sentayehu Ejigu war es die erste Medaille bei einer großen Meisterschaft. Knapp geschlagene Vierte wurde Sylvia Kibet (Kenia/8:52,16), Rang fünf belegte die aus Äthiopien stammende Türkin Alemitu Bekele (8:53,78).

Im 1.500-m-Finale der Männer setzte sich mit Deresse Mekonnen der Favorit durch. Der Äthiopier, der vor zwei Jahren als 20-Jähriger überraschend bei der Hallen-WM triumphiert hatte, verließ sich auf seinen starken Endspurt. Doch es wurde knapp. Denn erst ausgangs der Zielkurve kam Deresse Mekonnen von außen an die Spitze und gewann schließlich in 3:41,86 Minuten mit genau einer Zehntelsekunde Vorsprung vor Abdalaati Iguider (Marokko) sowie Haron Keitany (Kenia/3:42,32). Deresse Mekonnen war vor wenigen Wochen in Birmingham beachtliche 3:33,10 Minuten gelaufen und wurde damit zum fünftschnellsten Läufer aller Zeiten in der Halle. Erwartungsgemäß spielte der einzige deutsche Läufer in Doha, Christian Klein (LC Rehlingen), keine Rolle. Er war am Freitag im Vorlauf als Siebenter in 3:46,14 Minuten chancenlos und schied aus.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net

Hallen-WM

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