Rekordjagd

Defar siegt in Stuttgart, Dibaba in Boston

Die Äthiopierinnen Meseret Defar und Tirunesh Dibaba liefern sich spannende Rennen um neue Hallen-Topzeiten.

Tirunesh Dibaba auf dem Weg zum Sieg in Boston

Tirunesh Dibaba auf dem Weg zum Sieg in Boston.

Bild: photorun.net

Zwei Äthiopierinnen sorgten für starke Langstrecken-Resultate bei den herausragenden Hallen-Meetings des Wochenendes, die in Stuttgart und Boston stattfanden. Die Kette von hochklassigen Hallen-Veranstaltungen im Februar mündet in die Indoor-Weltmeisterschaften, die vom 12. bis 14. März in Doha auf dem Programm stehen. Während Meseret Defar am Sonnabend in Stuttgart überzeugte, siegte ihre nationale Rivalin Tirunesh Dibaba einige Stunden später in Boston.

In Stuttgart attackierte Meseret Defar ihren eigenen 3.000-m-Weltrekord, den sie vor zwei Jahren mit 8:23,72 Minuten bei diesem Meeting aufgestellt hatte. Angetrieben von ihrer überraschend stark laufenden Landsfrau Sentayehu Ejigu erzielte Meseret Defar eine hochklassige Zeit, allerdings reichte es nicht ganz zu einem neuen Rekord. Nach 8:24,46 Minuten war Defar in Stuttgart im Ziel. Das ist die drittschnellste je in der Halle über diese Distanz gelaufene Zeit. Und der Blick auf die schnellsten Zeiten aller Zeiten über diese Strecke verdeutlicht dabei die Dominanz der 26-Jährigen: Acht der 20 schnellsten 3.000-m-Zeiten gehen auf das Konto von Meseret Defar. Die zwei Jahre jüngere Sentayehu Ejigu hielt lange Zeit Schritt mit der großen Favoritin und erreichte am Ende als Zweite mit 8:25,27 Minuten die viertschnellste je erzielte Zeit.

Mit deutlichem Abstand belegte hinter dem äthiopischen Duo die Kenianerin Sylvia Kibet Rang drei (8:42,15). Vierte wurde die Portugiesin Ines Monteiro (8:59,05), auf Rang sechs kam Sabrina Mockenhaupt (Kölner Verein für Marathon/9:13,72) ins Ziel.

Die 3.000 m bildeten auch bei den Männern einen Höhepunkt des Meetings von Stuttgart. Hier setzte sich der Kenianer Eliud Kipchoge mit einer persönlichen Bestzeit von 7:32,99 Minuten durch. Damit rückte der 5.000-m-Weltmeister von 2003 in der Liste der schnellsten Läufer aller Zeiten in der Halle auf Rang neun vor. Kipchoge entschied dabei den Zweikampf mit Tariku Bekele (dem Bruder von Serien-Weltrekordler Kenenisa Bekele) für sich, der nach 7:33,81 Minuten im Ziel war. Dritter wurde Sammy-Alex Mutahi (Kenia) in 7:37,01.

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