US-Meisterschaften

Deena Kastor wieder zurück

Nach ihrer Hautkrebserkrankung gewann Deena Kastor über 10000 m bei den US-Titelkämpfen.

Shalane Flanagan gewann die 5.000 m bei den US-Trials.

Bild: www.photorun.net

In souveräner Manier qualifizierte sich Deena Kastor bei den US-Meisterschaften in Indianapolis, die zugleich die WM-Trials waren, für die Weltmeisterschaften in Osaka Ende August. Die Marathonläuferin, die im Mai aufgrund einer Hautkrebserkrankung aus der Bahn geworfen worden war, gewann das 10.000-m-Rennen bei den Titelkämpfen in 31:57,00 Minuten. Bei warmen und feuchten Wetterbedingungen, wie sie auch in Osaka erwartet werden, löste sich Deena Kastor bereits nach drei Runden von ihren Konkurrentinnen. Kara Goucher wurde in 32:33,80 Minuten Zweite. Rang drei belegte Katie McGregor mit 32:44,69. "Es war schön für mich, auf die Bahn zurückzukehren und gleich zu gewinnen", erklärte Deena Kastor, die mit 30:50,32 Minuten auch US-Rekordlerin über die 10.000 m ist.

Shalane Flanagan sorgte für den Höhepunkt über die Langstrecken in Indianapolis. Die 25-Jährige, die in der Halle in dieser Saison bereits US-Meisterin über 3.000 m geworden war, gewann das 5.000-m-Finale in flotten 14:51,75 Minuten. Mit deutlichem Rückstand folgten Jennifer Rhines (15:08,53) und Michelle Sikes (15:09,28). Shalane Flanagan hatte schon nach 1000 Metern die Führung übernommen und war ihr eigenes Tempo gelaufen. "Ich war nicht ganz so geduldig heute. Ich weiß, dass es in Osaka anders laufen muss - da werde ich auf dem letzten Kilometer sehr stark sein müssen", sagte Shalane Flanagan.

Bis zur Zielgeraden lag im 5.000-m-Finale der Männer Matt Tegenkamp in Führung. Doch dann kam der erwartete Angriff des früheren Kenianers Bernard Lagat, der schließlich in 13:30,73 Minuten vor Tegenkamp (13:31,31) gewann. Dritter wurde Adam Goucher in 13:31,50. "Ich wusste, dass meine Führungsarbeit keine Sieggarantie bedeuten konnte", sagte Matt Tegenkamp, der sich zum ersten Mal in seiner Karriere für die Weltmeisterschaften qualifizierte. "Bei der WM in Osaka möchte ich ins Finale", sagte der 25-Jährige.

Bernard Lagat hatte gut zwei Stunden vor dem 5.000-m-Finale bereits einen 1.500-m-Vorlauf bestritten. Zwei Tage später belegte er dann im Finale über die 1.500 m in 3:35,55 Minuten Rang drei, der ebenfalls zur WM-Qualifikation reicht. Hier siegte Alan Webb in 3:34,82 vor Leonel Manzano (3:35,29).

Das 10.000-m-Rennen entschied Abdi Abdirahman in 28:13,51 Minuten vor Galen Rupp (28:23,31) und Dathan Ritzenhein (28:31,88) für sich. Der neue US-Marathonstar Ryan Hall, der in London bei seinem Debüt als Siebenter in 2:08:24 Stunden überzeugt hatte, war zunächst in der Führungsgruppe, fiel aber schließlich noch auf Rang sieben zurück (28:51,77).