Porträt

David Rudisha – Kenias kommender 800-m-Star

Bei internationalen Meisterschaften hatte Rudisha bislang wenig Glück. Trotzdem sind Experten von ihm überzeugt.

David Rudisha weiß, dass er Geduld braucht auf dem Weg zu großen Erfolgen. Nachdem er 2008 nicht in Peking hatte starten können, sagte er: „Meine Zeit wird kommen eines Tages, ich bin noch jung.“ Er habe sich gefreut zu sehen, dass seine Landsmann Wilfred Bungei in Peking gewann, „denn er hat es verdient“.

David Rudisha selbst ist zurückhaltender als andere, wenn man ihn bezüglich seines Potenzials befragt. Wilson Kipketer, der vor zwölf Jahren den aktuellen Weltrekord gelaufen ist, hat bereits gesagt, dass er sich vorstellen kann, dass David Rudisha derjenige sein wird, der eines Tages seine Bestzeit knackt. Darauf angesprochen, erklärt der 21-Jährige: „Ich will nicht über den Weltrekord sprechen, aber ich will in der Zukunft gut laufen und mich weiter verbessern.“ David Rudisha sagte allerdings auch, dass Wilson Kipketer ihm mitgeteilt hat, was er für möglich hält. „Wilson hat mit mir gesprochen und mich motiviert.“

„Ich weiß, dass ich hart arbeiten muss, um mich weiter zu verbessern. Ich kann mein Training qualitativ sicherlich noch steigern“, sagte David Rudisha, der seit 2005 von Brother Colm O’Connell betreut wird, nachdem er in Iten auf die St. Patrick’s-Schule gekommen war. Aus O’Connells St. Patrick’s gingen in der Vergangenheit eine Reihe von kenianischen Weltklasseläufern hervor.

Der aus Irland stammende Bruder, so berichtet die kenianische Zeitung ,The Nation’, glaubt, dass David Rudisha schon in dieser Saison den 800-m-Weltrekord brechen könnte. „Er war in guter Form, als er 2009 nach Berlin ging. Aber ihm fehlte die Erfahrung, deswegen hielt er dem Druck nicht stand. 2010 hat er die beste Chance, den Rekord zu brechen, denn es gibt keine großen Meisterschaften“, sagte Colm O’Connell gegenüber ,The Nation’.

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