World-Cup-Sieg für Deutschland

Das Rennen

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Die ersten Meter nach dem Start sind flach.

Bild: Kolumbianischer Leichtathletikverband

Gegen 12 Uhr war es dann endlich soweit – in zwei Gruppen wurden die Elitedamen auf die Reise geschickt. Kristin Frey startete im ersten Lauf. Wie sie nachher schilderte, vergaß sie alle Vorsätze, zurückhaltend zu beginnen, schon mit dem Startschuss. Mitgerissen von der lauten Zuschauerkulisse und den lossprintenden Mitläuferinnen erreichte sie als erste Läuferin das Treppenhaus. Dann ließ sie jedoch zwei Kolumbianerinnen vorbei und lief im eigenen Rhythmus weiter.

Während Kristin knapp vor dem Ziel doch noch eine der beiden Kolumbianerinnen überholen konnte, war für Julia Evangelist das Rennen bald zu Ende. Sie stieg aus, nachdem sie schon nicht in bester Verfassung an den Start gegangen war, weil sie ein Lebensmittel am Vortag nicht vertragen hatte.

Die Entscheidung um den Damensieg fiel im zweiten Lauf. Mit einer Tagesbestzeit von 6:34 Minuten gewann Angela Maria Figueroa 10 Sekunden vor der im angeschlagenen Zustand angetretenen Titelverteidigerin Maria Eugenia Rodriguez. Die Siegerin ist in der klassischen Leichtathletik auf allen Laufstrecken zwischen 1.500 m und 15 km zu Hause, insbesondere aber bei den 3.000-m-Hindernisläufen.

Im Treppenhaus.

Bild: Kolumbianischer Leichtathletikverband

Ich selbst durfte im ersten von insgesamt fünf Männer-Eliteläufen starten. Schon im Oktober hatte ich vier Tage in der Höhenlage von Bogota verbracht. Mein Ziel war es, auf dem Anfangsstück direkt nach dem Start nicht zu sehr in Rückstand zu geraten, was auch ganz gut funktionierte. Die Rechnung kam jedoch im Treppenhaus. Im zehnten Stockwerk kam der „Mann mit dem Hammer“. Das Atmen wurde anstrengend, ich wollte nur noch aufhören und musste mich zu jedem Schritt zwingen. Zwei Stunden zuvor hatte ich noch zu einem Reporter gesagt, zwei Stufen per Schritt seien die Grundregel in diesem Sport, und jetzt war ich selbst nicht mehr fähig das durchzuziehen.

Die letzten Stufen im Freien, und oben angekommen die letzten Meter bis ins Ziel, lief es wieder einigermaßen gut. Noch in akutem Erschöpfungszustand lief ich gleich darauf dem bereits erwähnten Radioreporter vor das Mikrophon.

Die internationalen Athleten waren auch in diesem Jahr den Einheimischen unterlegen, Juan Pablo Rangel konnte seinen Vorjahressieg wiederholen.

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