Rom-Marathon

Dado läuft bei Rom-Sieg barfuß ins Ziel

Beim Rom-Marathon lief die Siegerin Firehiwot Dado zu Ehren des Marathon-Olympiasiegers Abebe Bikila barfuß über die Ziellinie.

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Firehiwot Dado gewann den Rom-Marathon.

Bild: photorun.net

In Erinnerung an den Marathon-Olympiasieg von Abebe Bikila 1960 in Rom, wo der Äthiopier barfuß zur Goldmedaille gelaufen war, absolvierte die Siegerin des Rom-Marathons am 20. März 2011 die letzten Meter ohne Schuhe. Firehiwot Dado hatte zuvor einen komfortablen Vorsprung herausgelaufen, so dass ihr genügend Zeit blieb, um 200 Meter vor der Ziellinie die Schuhe und Socken auszuziehen und barfuß weiter zu laufen. Die 27-jährige Äthiopierin sorgte auch sportlich für die Schlagzeile des Tages. Nach 2:24:13 Stunden war sie im Ziel und hatte das Rennen damit zum dritten Mal in Folge gewonnen, was vor ihr noch keiner anderen Läuferin gelungen war. Firehiwot Dado verbesserte zudem ihre persönliche Marathon-Bestzeit um über eine Minute. In einem von den Äthiopierinnen dominierten Rennen belegten Goitetom Haftu (2:26:21), Kebebush Haile (2:27:39) und Netsanet Achamo (2:28:28) die nächsten Ränge. Die Italienerin Rosaria Console wurde Fünfte in 2:29:15.

Bei den Männern verhinderte Dickson Kiptolo einen kompletten äthiopischen Triumph in Rom. Der Kenianer gewann in 2:08:45 Stunden vor dem äthiopischen Titelverteidiger Siraj Gena (2:09:21). Dritter wurde Abdullah Shami (Äthiopien) in 2:09:42 vor seinem Landsmann Nekabibeb Tekeste (2:10:17).

Der Rom-Marathon könnte in diesem Jahr zur weltweit größten Laufveranstaltung werden. Während über die klassische Distanz rund 14.000 Athleten starteten, sollen sich am parallel veranstalteten 4-km-Rennen 85.000 Läufer beteiligt haben.