Dortmund

Corinna Harrer verteidigt 3.000-Meter-Titel

Souverän verteidigte Corinna Harrer bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund ihren Titel über 3.000 Meter.

Corinna Harrer Karlsruhe

Corinna Harrer Anfang Februar in Karlsruhe.

Bild: marathonfoto.tv/Wenning

Corinna Harrer ist bereit für die Hallen-Europameisterschaften, die am kommenden Wochenende in Göteborg stattfinden. Die 22-jährige Läuferin der LG Telis Finanz Regensburg lief in Dortmund bei den zweitägigen Deutschen Hallenmeisterschaften souverän zum 3.000-m-Titel. Als Titelverteidigerin angetreten, übernahm Corinna Harrer anfangs des zweiten Kilometers die Führung und erlief einen klaren Vorsprung. In 9:04,21 Minuten gewann sie schließlich vor ihren beiden Klubkameradinnen Maren Kock (9:19,93) und Carolin Aehling (9:22,93).

Die Norm für die Hallen-Europameisterschaften (9:01,00 Minuten) hatte Corinna Harrer Anfang des Monats auf eindrucksvolle Weise beim Meeting in Karlsruhe erfüllt. Damals lief sie mit 8:51,04 zu einer persönlichen Bestzeit. „Mein Ziel ist, in Göteborg unter die ersten Fünf zu kommen“, erklärte Corinna Harrer vor ihrer Hallen-EM-Premiere.

Auch das 3.000-m-Finale der Männer entschied in Dortmund am Sonnabend ein 1.500-m-Spezialist für sich: Carsten Schlangen (LG Nord Berlin) dominierte diesen Endlauf und gewann letztlich souverän in 7:55,37 Minuten vor Clemens Bleistein (LG Stadtwerke München/8:01,55) und Nico Sonnenberg (LG Eintracht Frankfurt/8:01,96). Schlangen verpasste die EM-Norm für Göteborg (7:54,50) ein zweites Mal knapp, nachdem er zuvor in dieser Saison bereits 7:56,56 gelaufen war. Die Norm sei jedoch nicht unbedingt sein Ziel gewesen, erklärte er später. Sollte der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) ihn trotzdem nominieren, ist nicht sicher, ob Carsten Schlangen in Schweden starten wird.

Ein anderer Berliner Läufer, der die 3.000-m-Norm erfüllt hat, wird sicherlich nicht für die Hallen-EM nominiert: Fabian Clarkson (SCB Berlin) steigerte sich vor kurzem überraschend bei einem Hallen-Meeting in Seattle auf 7:53,92 Minuten – auf einer allerdings größeren Bahn, auf der die Kurven nicht so eng sind wie auf den normalen 200-m-Rundbahnen. Clarkson, der zurzeit in den USA lebt, konnte jedoch aufgrund seines dortigen Studiums nicht bei den Deutschen Meisterschaften starten, was eigentlich Voraussetzung wäre für den EM-Start.

Über 800 m gewann Robin Schembera (Bayer Leverkusen) in 1:49,11 Minuten, und über 1.500 m sicherte sich Florian Orth (LG Telis Finanz Regensburg) mit 3:41,00 den Titel. Bei den Frauen siegten über diese Distanzen Sonja Mosler (TV Herkenrath/2:05,54) und Annett Horna (LC Rehlingen/4:13,26).