WM-Trials Kenia

Cheruiyot auf Kurs WM-Doppelsieg

Vivian Cheruiyot bewies bei den kenianischen WM-Trials ihre hervorragende Form über 10.000 Meter.

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Cheruiyot, hier auf dem Weg zum WM-Sieg in Berlin 2009, will in Daegu zweimal gewinnen.

Bild: photorun.net

Kenias amtierende 5.000-Meter-Weltmeisterin Vivian Cheruiyot strebt bei den globalen Titelkämpfen in Daegu (Südkorea), die am 27. August beginnen, einen Doppel-Triumph an. Die 27-Jährige erklärte im Rahmen der kenianischen WM-Trials in Nairobi am Wochenende, dass sie ihren Titel verteidigen und zudem auch über die 10.000-Meter-Distanz Gold gewinnen will. Einen derartigen Doppelsieg hat bisher keine Kenianerin geschafft. Bei der Weltmeisterschaft 2005 war dies der Äthiopierin Tirunesh Dibaba gelungen. Vor zwei Jahren in Berlin triumphierte Kenenisa Bekele (Äthiopien) als erster Mann über beide WM-Strecken.

Vivian Cheruiyot lief bei den kenianischen WM-Ausscheidungen in Nairobi am Wochenende nicht über 5.000 Meter, da sie über diese Distanz als Titelverteidigerin automatisch startberechtigt ist. Stattdessen konzentrierte sie sich mit Erfolg auf das 10.000-Meter-Rennen.

Erst zum zweiten Mal in ihrer Karriere lief Vivian Cheruiyot die 25-Runden-Distanz. Im April hatte sie ihr Debüt in Spanien in 31:07,02 Minuten gewonnen, nun siegte sie auch bei ihrem zweiten Versuch in Nairobi. In der leistungsmindernden Höhenluft war Vivian Cheruiyot im Endspurt nicht zu schlagen. Nach 31:55,8 Minuten war sie vor Sally Kipyego (31:57,8) und Priscah Jepleting (31:59,1) im Ziel. „Ich war zuversichtlich, dass ich gut laufen würde. Der Sieg kam dann fast von alleine“, sagte Vivian Cheruiyot, für die in Daegu das 10.000-Meter-Finale gleich am ersten Tag auf dem Programm stehen wird. Dort wird sie dann auch auf die Titelverteidigerin treffen: Ihre Landsfrau Linet Masai trat bei den Trials über die 10.000 Meter nicht an, da sie ebenfalls automatisch qualifiziert ist. Auch Masai peilt in Daegu aber den Doppelsieg an, denn sie qualifizierte sich in Nairobi wiederum über 5.000 Meter für die WM.

Im 5.000-Meter-Finale gewann allerdings eine andere: Sylvia Kibet setzte sich in 15:38,5 Minuten vor Linet Masai durch (15:40,5). Dritte wurde hier Mercy Cherono mit 15:42,4. Über 3.000 Meter Hindernis werden die Nairobi-Siegerin Milcah Chemos sowie Lydia Rotich und Mercy Njoroge in Daegu ins Rennen gehen.

Erstmals qualifizierte sich bei den Männern Isaiah Koech für eine große internationale Meisterschaft. Im vergangenen Winter hatte der Youngster mit einem inoffiziellen Junioren-Weltrekord in der Halle über 5.000 m für Furore gesorgt, nun setzte er sich in Nairobi über 5.000 m durch und sicherte sich das Ticket nach Daegu. Der erst 17-Jährige gewann bei den Trials in 13:21,31 Minuten vor Thomas Longosiwa (13:22,89) und dem Routinier Eliud Kipchoge (13:23,48), der bereits in Paris 2003 Weltmeister über 5.000 Meter war.

Überraschend setzte sich über 10.000 Meter Peter Kirui in 27:32,1 Minuten vor Wilson Kiprop (27:32,9) und Martin Mathathi (27:38,6) durch. Als knapp geschlagener Vierter kam der Boston-Marathon-Sieger Geoffrey Mutai mit 27:38,9 ins Ziel. Über die kenianische Paradedisziplin, die 3.000 m Hindernis, siegte Olympiasieger Brimin Kipruto in 8:20,10 Minuten vor Richard Mateelong (8:21,39) und Abraham Chirchir (8:22,34). Automatisch für Daegu qualifiziert ist Titelverteidiger Ezekiel Kemboi, der in Nairobi nicht am Start war.

Keine Probleme hatte Kenias Mittelstrecken-Superstar David Rudisha. Der 800-Meter-Weltrekordler gewann das Finale in 1:43,76 Minuten souverän.

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