Cross-WM in Punta Umbria

Cherioyot setzt sich gegen Favoritin Masai durch

Die US-Amerikanerin Shalane Flanagan wird überraschend Dritte. Beste Europäerin ist Charlotte Purdue aus Großbritannien.

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Vivian Cherioyot gewann schon 2000 bei der Cross-Junioren-WM Gold.

Bild: David Revuelto/wikipedia.de

Hinter Linet Masai (25:07) gab es im Kampf um Bronze eine Überraschung: Die US-Amerikanerin Shalane Flanagan holte auf der letzten Runde noch mächtig auf, ging an der Äthiopierin Meselech Melkamu (Vierte in 25:18) vorbei und hätte fast auch noch Linet Masai abgefangen. In 25:10 Minuten wurde die 29-Jährige schließlich Dritte und feierte nach der Bronzemedaille im olympischen 10.000-m-Finale von Peking 2008 den zweitgrößten Erfolg ihrer Karriere.

Flanagan ist die erste nicht-afrikanische Medaillengewinnerin bei der Cross-WM seit Benita Willis (Australien), die 2004 in Brüssel sogar gewonnen hatte. Durch das Marathontraining sei sie stärker geworden, erklärte Shalane Flanagan in Punta Umbria. Im November 2010 war sie ihr Debüt über die klassische Distanz gelaufen und hatte in New York als Zweite mit 2:28.40 Stunden überzeugt. Mit dem dritten Platz in Spanien schuf Shalane Flanagan zudem die Grundlage für die Bronzemedaille, die das US-Team bei der Cross-WM hinter den Kenianerinnen und den Äthiopierinnen gewann. Bereits vor einem Jahr hatte es diese Reihenfolge bei der Teamwertung der Cross-WM gegeben. Schon damals war Flanagan als Zwölfte die beste nicht-afrikanische Läuferin.

Eine bemerkenswerte Leistung zeigte Charlotte Purdue. Die erst 19-jährige Britin war die beste europäische Läuferin in Punta Umbria. Nach 26:03 Minuten war Purdue im Ziel und hatte lediglich einen Rückstand von 65 Sekunden. Ihr Beispiel zeigt, welchen Erfolg regelmäßiges Crosslaufen bringen kann.


Die Rennen der Junioren

In den Juniorenrennen gab es kenianische Sieger. Geoffrey Kamworor setzte sich im 8-km-Lauf der Junioren souverän in 22:21 Minuten vor Thomas Ayeko (Uganda/22:27) und Patrick Mwikya (Kenia/22:32) durch. Die Äthiopier blieben auch in diesem Lauf ohne Einzelmedaille. Ihr stärkster Junior, Bonsa Dida, wurde Vierter mit 22:39 Minuten. Der 18-jährige Geoffrey Kamworor hatte sich frühzeitig an die Spitze des Feldes gesetzt und das Rennen kontrolliert. In der letzten der letzten der vier Runden setzte sich der Youngster von seinen Konkurrenten ab. Isiah Koech (Kenia), der in der vergangenen Hallensaison mit Weltklassezeiten in der Halle auf sich aufmerksam gemacht hatte, kam als Zehnter in 23:10 ins Ziel. In der Team-Wertung gewannen die Kenianer ebenfalls deutlich. Hier lief Äthiopien vor Uganda auf Rang zwei.

Deutlich stärker waren die äthiopischen Juniorinnen im 6-km-Wettbewerb, der die Titelkämpfe in Punta Umbria am Sonntag eröffnet hatte. Aber auch hier reichte es am Ende nicht ganz zur Goldmedaille. Diese sicherte sich die erst 17 Jahre alte Faith Kipyegon. Nach ihrem vierten Platz bei der Cross-WM 2010 siegte sie nun in 18:53 Minuten nach einer knappen Spurtentscheidung vor den Äthiopierinnen Genet Yalew und Azemra Gebru (beide 18:54). Immerhin gewannen die äthiopischen Juniorinnen die Team-Wertung vor Kenia und den Japanerinnen. Japan hatte trotz der katastrophalen Lage in ihrem Heimatland komplette Teams in allen vier Wettbewerben am Start und wurde mit dieser Bronzemedaille für den außerordentlichen Einsatz belohnt.

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Merga und Cherioyot Weltmeister