Bilstein-Marathon 2014 in Kleinalmerode

Bilstein Ultra – Abenteuer und Naturerlebnis pur

Scharen von naturverliebten Wanderern, Walkern und Läufern bevölkerten beim Bilstein-Marathon das kleine Örtchen Kleinalmerode. Leserreporter Heiko Rammenstein war dabei.

Leser-Reporter Heiko Rammenstein beim Bilstein-Marathon 2014 in Kleinalmerode

Applaus für die Gäste: Beim Bilstein-Marathon werden die Läufer in dem kleinen Dörfchen ordentlich angefeuert. Hier ist Heiko Rammenstein gerade in der Zielkurve, bevor er in 5:23:11 Stunden ins Ziel des Bilstein-Ultras lief.

Bild: privat

Bilstein-Marathon-Zeit in Kleinalmerode

Kleinalmerode ist ein verschlafenes Dörfchen, 5 km westlich von seiner Kernstadt Witzenhausen gelegen. Seit wenigen Jahren erst erwacht es regelmäßig im April zum Leben, wenn Scharen von naturverliebten Wanderern, Walkern und Läufern den kleinen Ort heimsuchen und seine sonntägliche Ruhe stören. Dann ist wieder „BiMa“-Zeit, und das halbe Dorf ist auf den Beinen, um den zahlreichen Gästen aus nah und fern ein unvergessliches Ereignis zu bieten.

Am Sonntag, dem 6. April 2014 war es wieder soweit. Sport4you e.V., ein aus Laufenthusiasten bestehender Verein, eigens gegründet zur Organisation des Bilstein-Marathons, konnte sich über voll ausgeschöpfte Kapazitäten bei den Anmeldezahlen freuen. In der Starterliste fanden sich über 470 Frauen und Männer wieder, die sich für die drei verschiedenen Laufstrecken – BiMa 21, BiMa 42 und BiMa Ultra – oder als Freunde des Wanderns angemeldet hatten, die gleichsam die Marathondistanz zurückzulegen hatten.

Als um 8 Uhr die Wanderer, von denen viele mit Walkingstöcken ausgestattet waren, auf die lange Tour geschickt wurden, waren das Dorf und die Landschaft noch in Nebel gehüllt. Der hatte sich auch eine halbe Stunde später noch nicht verzogen, als die Ultraläufer sich neben dem Bürgerhaus des Dorfes versammelten. Die frische Morgenkühle ließ nur Temperaturen im einstelligen Bereich zu. Geduldig warteten fast 130 Frauen und Männer auf das Startsignal. Wenn schon, denn schon! So dachten wohl die meisten Ultrastarter, die sich mit 1.400 Höhenmetern und 54 Kilometern Wegstrecke die härteste Herausforderung herausgepickt hatten.

Start zum Bilstein-Ultra im Nebel

Völlig unspektakulär und wie aus dem Nichts zählte der Sprecher die letzten fünf Sekunden herunter und ließ den Startschuss ertönen. Das vielfüßige Feld trippelte die abschüssige Dorfstraße hinunter und verließ den Ort ostwärts, um ihn nach einer kleinen Schleife wieder zu durchlaufen. Nach Überquerung der Landstraße am Ortsausgang führte der weitere Weg auf Witzenhausen zu, ganz entgegengesetzt zum Bilstein. Dieser höchstgelegene Streckenpunkt und Namensgeber der Veranstaltung sollte erst viel später zum Etappenziel werden. Schon kämpften sich erste Sonnenstrahlen durch den milchigen Nebel. Nach einem Kilometer freier Fläche erreichten die Läufer den bewaldeten Rodeberg, der einmal zu umrunden war. An seinen östlichen Ausläufern ließen sich zwischen den Bäumen vereinzelte Blicke auf Witzenhausen erspähen, das sich zu seinen Füßen erstreckte. Viele BiMa Wanderer hatten inzwischen einzeln oder in Grüppchen den Rodeberg erreicht. Nun wurden sie von den Ultraläufern schweigend oder freundlich grüßend hinter sich gelassen. Als die Läufer sich nach der Waldrunde wieder Kleinalmerode näherten, hatte die Sonne schon merklich die Oberhand gewonnen. Der Nebel war auf dem Rückzug.

Steil bergauf beim Bilstein-Ultra

Nach einer Verpflegungsstelle zwischen Kilometer 9 und 10 folgte ein kleiner Abstecher nordwärts zum „Buchholz“. Der fing ganz harmlos an. Am Rande von Weideflächen entlang führte der grasbewachsene Weg hinunter zu einem Wäldchen, durch das ein Bächlein floss. Parallel zu dessen Verlauf schlängelte sich die Laufstrecke. Unweit seines jenseitigen Ufers lag ein winziges Nest namens Hubenrode. Urplötzlich zeigte die Markierung einen scharfen Schwenk nach links an. Steil, sehr steil, ging es bergauf. Der verwinkelte Pfad war eigentlich nur mühsam bergauf stapfend zu bewältigen. Eine Felsformation geriet ins Blickfeld, an der sich Treppenstufen mit Holzgeländern entlang wanden. Zuerst leicht abwärts und dann umso höher aufwärts. Oben angekommen, betrat man einen Acker, über dessen Randfurche der nächste befestigte Feldweg zu erreichen war. Dieser führte geradewegs nach Kleinalmerode zurück. Mehr als 12 Kilometer waren geschafft, an die sich lediglich noch die schlappe Marathondistanz anschloss!

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