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Berliner 25-km-Rennen startet in neue Ära

7.000 Läufer meldeten für den Berliner 25-km-Lauf. Auch die 10 km werden wieder vor dem Olympiastadion gestartet.

Berliner 25 km Lauf

Christoph Kopp und Gerhard Janetzky (rechts) - hier im Berliner Olympiastadion - sind die Verantwortlichen von "Berlin läuft". Kopp ist im Laufsport seit Jahrzehnten erfahren, Janetzky führte das Berliner Golden-League-Meeting ISTAF vom Bankrott wieder in die Erfolgsspur.

Der traditionelle Berliner 25-km-Lauf startet am Sonntag in eine neue Ära: Erstmals wird das Rennen bei seiner 28. Auflage von ,Berlin läuft’ veranstaltet. Dem neuen Veranstalter gelang auf Anhieb eine Trend-Umkehr: Der Lauf hat wieder steigende Teilnehmerzahlen. Und dies, obwohl die neue Organisation auf das Rennen der Skater verzichtet, um die Läufer wieder in den Mittelpunkt zu rücken. So kann auch der 10-km-Lauf jetzt zusammen mit den weiteren Wettbewerben (5x5-km-Staffel und Kinderlauf) auf dem Olympischen Platz gestartet werden. Inklusive Nachmeldungen, ist mit einer Zahl von deutlich über 7.000 Läufern zu rechnen.

Als die ,25 km de Berlin’ einst am 3. Mai 1981 von den französischen Alliierten gestartet wurden, war der Lauf durch den Westteil Berlins ein Trendsetter: Es war das erste große Cityrennen in Deutschland. Immer mehr Läufe fanden danach auf den großen Straßen der Städte statt. Über viele Jahre gehörten die ,25 km de Berlin’ mit Teilnehmerfeldern von deutlich über 10.000 zu den größten Rennen in Deutschland. ,Berlin läuft’ will die Veranstaltung nun wieder in die Erfolgsspur zurückführen.

Spitzensportlich bleibt das Rennen so hochklassig besetzt wie in der Vergangenheit. So wird Kenias Weltklasseläufer Patrick Ivuti am Sonntag an den Start gehen. Der 29-jährige Olympia-Vierte über 10.000 m von Sydney 2000 und zweifache Vize-Weltmeister im Crosslauf feierte seinen größten Marathon-Sieg im vergangenen Oktober: Damals gewann Patrick Ivuti den Chicago-Marathon, der zu den World Marathon Majors (WMM) gehört. In dem hochklassig besetzten Hitzerennen lief er 2:11:11 Stunden. Seine Bestzeit steht bei 2:07:46, im Halbmarathon erreichte er bereits 59:27 Minuten.

Neben seinen Landsleuten Matthew Koech (3. über 25 km in Berlin 2007) und Elijah Keitany (3. beim Berliner Halbmarathon 2008) wird Patrick Ivuti am Sonntag als Favorit an den Start gehen.

Bei den Frauen kommt es zu einem neuen Zweikampf zwischen den Siegerinnen der Jahre 2007 und 2006. Als Titelverteidigerin geht am Sonntag Flomena Chepchirchir (Kenia) an den Start. Sie trifft auf ihre Landsfrau Peninah Arusei, die das Rennen vor zwei Jahren gewonnen hatte und dann 2007 Zweite war. Wie Patrick Ivuti wurde zudem auch Jemima Jelagat kurzfristig für einen Start verpflichtet. Die Kenianerin war 2007 Vierte beim Frankfurt-Marathon in 2:29:41. Ziel im Frauenrennen ist es, den neun Jahre alte Streckenrekord von 1:24:29 Stunden zu brechen.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net