Red Bull 400 Bergsprint

Bergsprint auf die Skiflugschanze

Über 800 Starter aus 18 Nationen liefen beim Red Bull 400 am Kulm in Tauplitz bei Bad Mitterndorf Steigungen von bis zu 79 Prozent bergauf.

Red Bull 400 Bergsprint - Die Bilder: 6 Fotos

Red Bull 400

Beim „Sturm auf den Kulm“ quälten sich die Teilnehmer über Steigungen von bis zu 79 Prozent bergauf.

Bild: Samo Vidic Red Bull Content

Teilnehmerrekord beim Red Bull 400 Bergsprint

Vom einstigen Geheimtipp für Berglauf-Insider hat sich das Red Bull 400 am Kulm mittlerweile zum Top-Event für Spitzenathleten aus aller Welt entwickelt. Der Extrem-Laufsport-Wettkampf lockt seit 2011 jährlich hunderte Sportler an die größte Natur-Skiflugschanze ins steirische Tauplitz bei Bad Mitterndorf. Bei der vierten Auflage am Sonntag, 25. Mai, hatten über 800 Teilnehmer aus 18 Ländern ihre Laufschuhe für die brutalen Steigungen geschnürt und stellten somit einen neuen Teilnehmerrekord auf.

Vor den Qualifikations-Läufen zeigt sich im Athletenbereich jedes Jahr das gleiche Bild, wenn eine ganz eigene Ruhe vor dem „Sturm auf den Kulm“ herrscht und ehrfürchtige Blicke in Richtung des imposanten Schanzengeländes gerichtet sind. Spätestens bei der Aufstellung an der Startlinie sind alle Bedenken über Bord geworfen. Den Kulm-Bezwingern schießt sichtlich das Adrenalin in die Glieder und sie sind topmotiviert, sich die Zähne an den härtesten 400 Metern der Welt auszubeißen.

Ahmet Arslan erneut unschlagbar beim Red Bull 400 Bergsprint

In der Königsklasse der Männer war der Red Bull 400 Bergsprint besonders spannend: Nach den ersten hundert Metern setzte sich eine Favoritengruppe ab. Die Entscheidung fiel aber erst im letzten Drittel der Strecke, am Anlauf der Skiflugschanze, wo die Oberschenkel brennen und der Puls in die Höhe jagt. Nachdem Ahmet Arslan (TUR) 2013 erstmals die 5-Minuten-Marke geknackt hatte, setzte er mit dem Triple bei seinem dritten Antreten am Kulm noch eins drauf: Wieder gelang es dem unschlagbaren Türken seinen Rekord auf eine Zeit von 4:57,10 Minuten zu verbessern. Zweiter wurde Simon Novak (SLO) mit 5:02,70 Minuten, gefolgt von Simon Alic (SLO), der nach 5:04,90 Minuten das Ziel erreichte.

Red Bull 400 Bergsprint: Andrea Mayr eine Klasse für sich

Die mehrfache Berglauf-Weltmeisterin Andrea Mayr demonstrierte im Full-Distance-Bewerb der Frauen erneut eindrucksvoll, dass sie in ihrem Metier eine Klasse für sich ist: „Die richtige Technik ist entscheidend, man darf nicht zu schnell anfangen. Ich habe bald nach dem Start gewusst, dass sich der Sieg heuer wieder ausgehen wird. Gerne hätte ich meine Bestzeit verbessert, aber ich freue mich trotzdem. Die Oberschenkel brennen wieder gewaltig, aber das ist es Wert“, strahlte die Oberösterreicherin im Ziel. Mit der fantastischen Zeit von 5:37,10 Minuten lief sie zwar nur knapp an ihrer Bestmarke aus dem Vorjahr vorbei, ließ die Zweitplatzierte Clare Miller (6:31,80 Minuten) aus Großbritannien mit fast einer Minute Vorsprung jedoch klar hinter sich. Maria Hochfilzer aus Deutschland belegte mit einer Zeit von 6:47,60 Minuten einen erfolgreichen dritten Platz.