5.000-m-Finale

Bekele will WM-Geschichte schreiben

Kenenisa Bekele will nach seinem Sieg über 10.000 m auch Gold über 5.000 m. Radcliffe startet nicht beim Marathon.

Kenenisa Bekele bei der Weltmeisterschaft 2009 in Berlin

Kenenisa Bekele könnte am Sonntag als erster Mann in der WM-Geschichte den Langstrecken-Doppelsieg schaffen.

Bild: Photorun

Kenenisa Bekele wird zum zweiten Mal in seiner Karriere das Langstrecken-Doppel bei den Weltmeisterschaften laufen. Der Äthiopier, der am Montag bereits das 10.000-m-Finale gewann, trat Donnerstag im Vorlauf an und gewann sein Rennen locker in 13:19,77 Minuten. In Paris bei der WM 2003 hatte Bekele nach seinem 10.000-m-Sieg Platz drei über 5.000 m belegt. Bisher ist es keinem Athleten gelungen, bei Weltmeisterschaften beide Strecken zu gewinnen. Bekele schaffte das Doppel allerdings bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr in Peking.

Am Donnerstag fanden bei den Weltmeisterschaften in Berlin keine Lauf-Finals statt.

Den größten Applaus im ersten Vorlauf erhielt jedoch Bekeles Landsmann Ali Abdosh, der in der Anfangsphase des Rennens einen Schuh verlor, nachdem ihm ein Konkurrent in den Hacken getreten war. Abdosh gab jedoch nicht auf und versuchte, über 100 Meter Rückstand wieder aufzuholen. Als er die große Spitzengruppe fast erreicht hatte, wurde das Tempo jedoch vorne angezogen, da es um die Finalplätze ging. Am Ende wurde er 13. in 13:36,52 Minuten. Trotzdem darf er am Sonntag im Finale starten, denn ein Protest der Äthiopier hatte Erfolg. Hinter Bekele qualifizierten sich unter anderen Matthew Tegenkamp (USA/Zweiter in 13:19,87) und der Brite Mo Farah (Dritter in 13:19,94) für den Endlauf, der am Sonntag stattfinden wird.

Den zweiten Vorlauf entschied Moses Kipsiro (Uganda) in 13:22,98 Minuten vor Eliud Kipchoge (Kenia/13:23,34) und James Kwalia C’Kurui (Katar/13:23,57) für sich. Titelverteidiger Bernard Lagat (USA), der tags zuvor noch Bronze im 1.500-m-Finale gewonnen hatte, erreichte ebenfalls das Finale. Er wurde Vierter in 13:23,73. Keine Chance hatte in diesem Rennen der einzige deutsche Lälufer, Arne Gabius (Asics Tübingen). Er wurde 14. mit 13:49,13 Minuten.

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