Golden League in Rom

Bekele weiter im Rennen um den Jackpot

Kenenisa Bekele gewann beim Golden League-Meeting in Rom über 5.000 Meter. Er wahrte so die Chance auf den Jackpot.

Kenenisa Bekele

Kenenisa Bekele liegt weiter gut im Rennen um den Golden League-Jackpot.

Bild: Photorun

Zur Halbzeit ist Kenenisa Bekele weiterhin im Rennen: Nach drei der sechs Golden League-Meetings hat der äthiopische Läuferstar weiterhin die Chance, zumindest einen Teil des Jackpots in Höhe von einer Million Dollar zu gewinnen. In Rom wuchs sein möglicher Anteil dabei, denn aus sechs möglichen Gesamtsiegern wurden im Olympiastadion von Rom am Freitagabend, 10. Juli, nur noch vier. Gewinnen alle vier auch bei den nächsten drei Golden League-Meetings in Paris, Zürich und Brüssel ihre Disziplin, erhält jeder von ihnen eine Viertelmillion US-Dollar.

In Rom bewies Kenenisa Bekele, dass seine Formkurve weiter nach oben zeigt. Der 27-jährige Doppel-Olympiasieger von Peking (5.000 und 10.000 m) hatte sich im vergangenen Herbst einen Ermüdungsbruch im Fuß zugezogen und konnte erst Anfang Juni wieder an den Start gehen. In einem Rennen mit zunächst verhaltenem Tempo war Kenenisa Bekele stets in Kontrolle des Geschehens. In der zweiten Hälfte der 5.000 m beschleunigte der Kenianer Mark Kiptoo, doch der Äthiopier blieb ihm auf den Fersen. 600 Meter vor dem Ziel trat Kenenisa Bekele an und entschied das Rennen von der Spitze laufend mit einem langen Spurt souverän für sich. Dabei stellte der Weltrekordler in 12:56,23 Minuten eine Jahresweltbestzeit auf. Knapp verbesserte er die Marke des Kenianers Eliud Kipchoge, der im Juni in Mailand 12:56,46 gelaufen war.

Drei Kenianer belegten hinter Kenenisa Bekele in Rom die nächsten Plätze: Mark Kiptoo wurde Zweiter in 12:57,62 Minuten, gefolgt von Leonard Komon (12:58,24) und Lucas Rotich (12:58,70). Mit den beiden Äthiopiern Bekana Daba (12:59,22) und Imane Merga (12:59,75) blieben noch zwei weitere Läufer unter 13:00 Minuten in einem starken Rennen.

Auch bei den Frauen stand nur ein längerer Lauf auf dem Programm im Olympiastadion von Rom: Über 3.000 m Hindernis steigerte Olympiasiegerin Gulnara Galkina (Russland) ihre eigene Jahresweltbestzeit von 9:13,70 auf 9:11,58 Minuten. Das ist die elftbeste Zeit aller Zeiten und mit ihr gewann Galkina souverän vor ihrer Landsfrau Yekaterina Volkova (9:17,40) sowie der Kenianerin Ruth Bisibori (9:17,85).