Great Manchester Run 2014

Bekele gewinnt Duell der Weltrekordhalter

Beim Duell der Weltrekordler im Rahmen des Great Manchester Run konnte sich Kenenisa Bekele gegen Wilson Kipsang durchsetzen. Bei den Frauen siegte Tirunesh Dibaba.

Great Manchester Run 2014

Tirunesh Dibaba gewann mit großem Vorsprung in Manchester.

Bild: Nova International / Dan Vernon

Das erste Duell der Weltrekordler hat Kenenisa Bekele gegen Wilson Kipsang für sich entschieden. Der äthiopische 10.000-m-Weltrekordler gewann den Great Manchester Run über 10 km bei sehr windigen aber ansonsten guten Wetterbedingungen in 28:23 Minuten und wurde damit seiner Favoritenrolle gerecht. Auf den letzten 400 Metern ließ Bekele im Spurt dem Marathon-Weltrekordler aus Kenia keine Chance. Kipsang wurde Zweiter mit 28:28. Rang drei belegte Stephen Mokoko (Südafrika) in 29:11. Eine vergleichsweise deutlich hochkarätigere Zeit erzielte die dreimalige Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba. Die Äthiopierin dominierte das 10-km-Rennen und gewann in starken 31:09 Minuten. In einem Sprintduell sicherte sich die Britin Gemma Steel Rang zwei mit 32:10 vor der zeitgleichen Kenianerin Paula Wanjiku. Rund 40.000 Läufer gingen, verteilt auf verschiedene Startzeiten über rund zweieinhalb Stunden hinweg, in Manchester an den Start.

Das Rennen der Männer begann mit einem relativ verhaltenen Tempo, so dass zunächst noch zehn Läufer in der Spitzengruppe rannten. Sechs Athleten waren es dann nach drei Kilometern. Es war nach etwa der Hälfte der Distanz der Südafrikaner Stephen Mokoko, der das Tempo anzog. Ihm folgten die beiden Stars des Rennens, Bekele und Kipsang. Als die Weltrekordler dann ihrerseits die Pace forcierten und Kilometer 7 in 2:46 Minuten zurücklegten, war Mokoko geschlagen. Hauptsächlich Kipsang machte in dieser Phase des Rennens Druck. Bekele ließ sich aber nicht abschütteln und hielt sich im Wind zunächst zurück. So wie er früher zu diversen großen Siegen über 5.000 und 10.000 m gelaufen war, machte es der 31-Jährige dann auch in Manchester auf der Straße: Auf den letzten 400 Metern trat Bekele an. Gegen seinen Spurt konnte Kipsang, dessen Stärke eindeutig auf der Marathondistanz liegt und nicht über 10 km, erwartungsgemäß nichts ausrichten.

„Nach meinem Marathondebüt in Paris ist es fantastisch, auch hier zu gewinnen“, erklärte Kenenisa Bekele, der in Paris vor sechs Wochen in 2:05:04 Stunden triumphiert hatte. „Es war sehr windig heute, deswegen habe ich mich zunächst zurückgehalten.“ Bezogen auf das Duell mit Kipsang sagte Bekele: „Wir sind der gleiche Jahrgang, so dass wir uns in der Zukunft sicherlich noch öfter treffen werden.“

Kipsang mit Resultat beim Great Manchester Run 2014 zufrieden

Kipsang, der vor einem Monat in London den hochkarätigsten Marathon des Jahres gewonnen und dabei mit 2:04:29 eine Jahresweltbestzeit aufgestellt hatte, war währenddessen auch mit Rang zwei zufrieden. „Nach dem London-Marathon ist das ein gutes Resultat. 10 Kilometer sind für mich eine kurze Distanz. Ich werde mich jetzt zunächst auf einen Halbmarathon vorbereiten“, erklärte der 32-jährige Kenianer, der am 21. Juni in Olomouc (Tschechische Republik) über die 21,0975 km antreten wird.

Im Gegensatz zu den Männern war das Frauenrennen anfangs enorm schnell. Kilometer-Zwischenzeiten von 3:04, 3:06 und 3:06 deuteten darauf hin, dass Tirunesh Dibaba ihren im vergangenen Jahr aufgestellten, hochkarätigen Streckenrekord von 30:49 Minuten angreifen wollte. An der 3-km-Marke hatte sie Paula Wanjiku, die anfangs sogar Führungsarbeit geleistet hatte, deutlich hinter sich gelassen. Doch im Wind wurde auch Dibaba langsamer. Ihre 5-km-Zwischenzeit von 15:34 lag schon ein Stück außerhalb des Kursrekordes, und auch mit der avisierten Zeit unter 31 Minuten klappte es nicht. Allerdings war auch Dibaba erst vor fünf Wochen in London Marathon gelaufen und hatte bei ihrem Debüt als Dritte beachtliche 2:20:35 Stunden erzielt, so dass sie nicht in Bestform sein konnte. Ihre Manchester-Siegzeit von 31:09 Minuten ist die zweitschnellste in der Welt in diesem Jahr. „Ich hatte mich recht gut erholt nach London und die Strecke hier ist sehr schnell. Aber der Wind war heute das Problem“, erklärte Dibaba, die bezogen auf ihren nächsten Marathonstart erklärte: „Ich weiß noch nicht, wo ich starten werde.“

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