Towerrunning-Saison 2010

Auftakt zum Duell USA - Europa

Thomas Dold

Weltcupsieger Thomas Dold in Bogota.

Bild: Federacion Colombiana de Atletismo

Das erste amerikanische Lebenszeichen und damit auch den Auftakt zu einem Dauerduell um die Weltcupführung gab es mit dem amerikanischen Doppelsieg beim Hustle Up the Hancock in Chicago. Terry Purcell und Cindy Harris gewannen das Heimrennen für die USA. In den Folgewochen wechselte die Gesamtführung dann nach nahezu jedem Rennen zwischen Jesse Berg und Javier Santiago, die sich in der amerikanischen Frühjahrssaison jedes Wochenende gegenseitig zu Höchstleistungen motivierten. Der Mexikaner Santiago trat im Mai motiviert durch die Gesamtführung eine Europa- und Asienreise an und versuchte, in Benidorm, Berlin und Taipeh die Weltspitze herauszufordern. Das ging allerdings nicht wirklich auf: Mit den Rängen neun, zehn und acht konnte er zwar weitere wertvolle Punkte sammeln, aber angesichts der ständigen Zeitzonenwechsel und der für amerikanische Verhältnisse teilweise doch eher kurzen Distanzen konnte er nicht überzeugen.

Dass er dennoch in Führung blieb, lag an einem der wenigen sieglosen Rennen von Thomas Dold. Nachdem dieser Mitte Mai sein Heimrennen auf das Park-Inn-Hotel in Berlin zum fünften Mal in Folge als Schnellster beendete, musste er eine Woche später beim Rennen auf das zweithöchste Gebäude der Welt in Taipeh erstmals seit 2005 wieder erleben, dass gleich zwei Gegner schneller waren als er. Hinter dem italienischen Bergläufer Marco de Gasperi und dem Neuseeländer Jonathan Wyatt verlor er wichtige Punkte, sodass er Santiago nicht überholen konnte. Bei den Damen ging der Sieg in der Millionenmetropole an die Neuseeländerin Melissa Moon, die damit nach ihrem New York-Sieg bereits den zweiten großen Titel abräumte und sich die Weltcupführung zurückeroberte.

Das deutsche Team durfte sich zu diesem Zeitpunkt durchaus berechtigte Hoffnungen auf eine Verteidigung des Nationen-Cups machen, da beim zeitgleich stattfindenden SkyRun MesseTurm Frankfurt Anna Hahner, Annette Hartmann, Marie-Fee Breyer und Matthias Jahn für zwei deutsche Siege, vier Medaillen und eine dicke Punkteausbeute sorgten. Wenige Wochen später bei einem Triple Climb auf den Millenium Tower in der „Treppenlauf-Hauptstadt“ Wien wurde das deutsche Punktekonto dann nochmals aufgestockt. Enrico Gäbe und Marie-Fee Breyer sorgten für schwarz-rot-goldene Siege.

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