LimesRun Bad Gögging 2014

Auf den Spuren der Römer

Rund 1.200 Teilnehmer gingen beim LimesRun in Bad Gögging an den Start. Dabei mussten sie Hindernisse überwinden oder durch Schlamm kriechen.

LimesRun 2014 - Die Bilder
Limes Run 2014

Viele Teilnehmer am LimesRun gingen verkleidet an den Start.

Bild: www.sportonline-foto.de

In Bad Gögging, einem Stadtteil von Neuburg an der Donau, fand am 18. Oktober der LimesRun statt. Auf dem anstrengenden, knapp 30 Kilometer langen Kurs warteten auf die Teilnehmer künstliche und natürliche Hindernisse. Insgesamt mussten rund 35 Stationen bewältigt werden. Spektakuläre Bilder vom Matschrennen finden Sie in unserer Fotogalerie über diesem Artikel.

LimesRun in Bad Gögging strotzte nur so vor Hindernissen

Die Strecke verlief rund um Bad Gögging und führte - an der Donau entlang - zum Kastell Abusina und wieder zurück. Hier verlief auch der Limes, der Wall, den die Römer zum Schutz gegen die Germanen errichtet hatten. An dieses geschichtliche Erbe anknüpfend verkleideten sich viele Teilnehmer als Römer. Auch der Veranstalter war sich der Tradition bewusst und benannte seine Finisher kurzerhand in Perfectoren um oder rief die Teams zur Unitas, zur Einheit auf, ohne die der LimesRun nicht zu bewerkstelligen ist. Bei vielen Hindernissen war nämlich Teamwork gefragt. So war etwa eine der ersten Stationen die mehrere Meter tiefe, mit - wie es der Veranstalter beschreibt - Pampe gefüllte Moor-Grube. Wer hier mit einem Team unterwegs war, hatte deutlich bessere Karten wieder heraus zu kommen. Weitere Hindernisse waren beispielsweise die „Moor-Fields“ (nasse, schlammige Naturmoor-Flächen), der „Monarch Hill“ (Mit Brennnesseln, Dornen und Gestrüpp bewachsener Anstieg) oder der „Vietcong“ (ein besonders schlammiger Flussabschnitt). Weitere Schwimmeinheiten in 13 Grad kaltem Wasser gab es zum Beispiel beim Kurparksee oder am Alten Kurparkweiher.

Moritz Kränkl gewinnt LimesRun

Schnellster Teilnehmer (und somit Primus Perfector) war Moritz Kränkl vom Team Kehlheim mit einer Zeit von 2:23:39 Stunden. Nur eine Sekunde danach kam sein Teamkamerad Julian Sterner ins Ziel. Auf dem dritten Rang landete ebenfalls ein Läufer aus dem Team Kehlheim. Peter Kozlowski benötigte 2:27:41 Stunden. Bei den Damen setzte sich Sarah Drees vom „UNteam“ durch. Sie war mit 3:09:33 die Schnellste. Es folgten Emmanuelle Christl (3:14:40) und Katja Kern (3:15:43). Das schnellste Team stellte der KLJB Hausen und bekam dafür den Unitas Vitrix-Preis. Mit dem LimesRun-Heroes-Preis wurde das Team mit dem vorbildlichsten Verhalten auf der Strecke ausgezeichnet. Er ging an die Läufergruppe Finningen/Dornstadt.

Von den 1.860 gemeldeten Teilnehmern starteten tatsächlich 1.170 Legionäre. Die 1.103 Perfectoren, die das Ziel erreichten, bedeuteten aber eine Finisherquote von 94,2 Prozent, was für einen Hindernislauf dieser Kategorie viel ist. Es waren auch alle Altersklassen vertreten. Der älteste Teilnehmer war 67, der jüngste 17 Jahre alt. Der nächste LimesRun findet am 17. Oktober 2015 statt.