WM-Tag 2, 16. August 2009

Astralkörper in der Mixed-Zone

Als Volunteer trifft Anine Hell nicht nur Journalisten und Fotografen, sondern auch die gut gebauten Athleten.

Endlich starten die Wettkämpfe und alles scheint sich zu entspannen. Das Wetter ist ein absoluter Volltreffer und ich kann die ersten Qualifikationsrunden über 3.000 m Hindernis der Frauen miterleben. Schon am frühen Vormittag ist Stimmung im Stadion. Das liegt vor allem an den Teamkollegen der Athleten und an den Angehörigen, die die Athleten anfeueren, da die Vorrundenläufe für „die Neulinge“ bei einer WM natürlich das Entscheidene sind.

500.000 Zuschauer passen in dieses Stadion. 25.300 sind am Morgen da, und es schallte schon laut über die Dachkuppel hinaus. Jedesmal haben wir Volunteers das Verlangen hineinzurennen, um zu sehen, was da gerade passiert. Den Rest des Tages tragen wir Wasserflaschen in die Mixed Zone, durch die alle Athleten der Vorläufe hindurch müssen, wenn sie aus dem Stadion wollen. Sie müssen sich hier der nervigen Fragerunde der Journalisten stellen. Daniel Unger ist auch dabei – er hat seinen Vorlauf wie viele weitere Athleten mit dunklen Astralkörpern, die ich ganz ehrlich nicht mit Namen kannte. Aber sie sehen wirklich so gut aus wie im Fernsehen; nein, eigentlich noch viel besser.

Die Fotografen sind meistens charismatische Typen in zerschlissenen Hosen, ausgetretenen Sneakern und Knieschonern, die wirklich immer mit drei Kameras um den Körper ausgestattet sind.


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