Helsinki

Arne Gabius gewinnt 5.000-m-Silber bei Europameisterschaften

Arne Gabius hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Helsinki die Silbermedaille im 5.000-m-Finale gewonnen.

Arne Gabius

Arne Gabius

Bild: photorun.net

Der 31-jährige Läufer, der für die LG Stadtwerke Tübingen startet und sich in diesem Jahr überraschend in der europäischen Spitze etabliert hat, musste sich bei den Titelkämpfen lediglich dem britischen Weltmeister über diese Distanz, Mo Farah, geschlagen geben. Farah ließ seinen Konkurrenten in einem langen Endspurt keine Chance und gewann in 13:29,91 Minuten vor Arne Gabius, der nach 13:31,83 im Ziel war. Bronze sicherte sich Polat Kemboi Arikan (Türkei) mit 13:32,63 knapp vor Yohan Durand (Frankreich/13:32,65) und Daniele Meucci (Italien/13:32,69). Die Medaille von Arne Gabius kam nicht ganz überraschend, nachdem er sich in diesem Sommer bereits auf 13:13,43 Minuten gesteigert hatte und damit in der europäischen Rangliste hinter Mo Farah Rang zwei belegt.

Der europäische Leichtathletik-Verband organisiert die Europameisterschaften nunmehr alle zwei statt alle vier Jahre. Dadurch finden die Titelkämpfe jetzt rund fünf Wochen vor den Olympischen Spielen statt. Im Langstreckenbereich fehlen einige Topläufer und es gibt keine Marathon-Wettbewerbe. Das 5.000-m-Feld war aber gut besetzt.

Arne Gabius gewann die erste deutsche Medaille in einem 5.000-m-EM-Finale der Männer seit 1994. Damals wurde Dieter Baumann, der Arne Gabius viele Jahre als Trainer betreut hat, in Helsinki Europameister. Davor gab es 1982 einen deutschen Doppelsieg über diese Strecke, als der für die Bundesrepublik startende Thomas Wessinghage vor dem im DDR-Trikot laufenden Werner Schildhauer gewann.

„Es ist ein Traum für mich, mit Mo Farah zusammen eine Ehrenrunde zu laufen“, erklärte Arne Gabius und fügte hinzu: „Mein Bruder warf mir eine deutsche Fahne zu und meine Freundin ist hier, um mit mir zu feiern. Davon habe ich geträumt. Es war ein sehr gutes Rennen und ich habe alles getan, um in der richtigen Position zu sein.“ Mit Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) startete noch ein zweiter deutscher Läufer in diesem Finale. Er belegte Rang 15 mit 13:51,23 Minuten.

„Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen“, sagte Mo Farah, der bereits vor zwei Jahren in Barcelona dieses EM-Gold gewonnen hatte. „Es war ein guter Test für Olympia in London. Darauf freue ich mich, und die Spiele sind natürlich das Wichtigste für mich in diesem Jahr.“

Ein deutscher Langstreckenläufer erreichte am Mittwoch das Finale über 3.000 m Hindernis: Steffen Uliczka wurde Sechster im Vorlauf mit 8:29,55 Minuten. Der Endlauf wird am Freitag gestartet.

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