Diamond League-Finale in Brüssel

Almaz Ayana verpasst Weltrekord

Während Shannon Rowbury als Fünfte Amerika-Bestzeit lief, verpasste Almaz Ayana trotz ihres Siegs die Weltbestzeit auf der 5.000-m-Distanz.

Almaz Ayana

Almaz Ayana gewann nach der 10.000-m-Goldmedaille in Rio auch die Diamond League-Serie über 5.000m.

Bild: photorun.net

Almaz Ayana hat den avisierten 5.000-m-Weltrekord beim Diamond League-Finale der Leichtathleten in Brüssel verpasst. Die Äthiopierin, die bei den Olympischen Spielen in Rio einen sensationellen 10.000-m-Weltrekord aufgestellt hatte, gewann das Rennen zwar souverän in 14:18,89 Minuten, doch zur globalen Bestmarke ihrer Landsfrau Tirunesh Dibaba (14:11,15) fehlten am Ende gut sieben Sekunden. Hellen Obiri (Kenia) belegte Rang zwei in 14:25,78, Dritte wurde Senbere Teferi (Äthiopien/14:29,82).

14:38,92 Minuten bedeuten Kontinentalrekord für Rowbury

Die Läufer aus den Vereinigten Staaten hatten bei den Olympischen Spielen in Rio eine Kette von außerordentlichen Leistungen gezeigt. In Brüssel setzte sich das fort: Einen amerikanischen Kontinentalrekord lief Shannon Rowbury, die als Fünfte nach 14:38,92 Minuten im Ziel war. Schon der Beginn des 5.000-m-Rennens war etwas zu langsam, sodass Almaz Ayana der Zeit hinterherlief, als sie nach 3.000 Metern (8:44,45 Minuten) an die Spitze ging. Auf dem vierten Kilometer machte sie zwar etwas Zeit gut, doch am Ende ging ihr die Kraft aus. „Ich bin enttäuscht, dass ich den Rekord nicht brechen konnte. Aber ich war zu müde“, sagte Almaz Ayana, die sich jedoch mit dem Gesamtsieg in der Diamond League-Serie und der damit verbundenen Prämie von 40.000 US-Dollar trösten konnte.

Bei den Herren gewinnt Kipruto in 8:03,74 Minuten den 3.000-m-Hindernislauf

Auch der zweite Weltrekordversuch in Brüssel hatte keinen Erfolg. Nachdem Tempomacher Jeroen D’Hoedt (Belgien) nach 1.000 Metern am Hindernis gestürzt war, lagen der Olympiasieger Conseslus Kipruto (Kenia), der die globale Bestzeit von 7:53,63 Minuten angreifen wollte, und der US-Amerikaner Evan Jager gemeinsam an der Spitze. Es entwickelte sich ein spannendes Duell, bei dem Jager sich erst am letzten Hindernis geschlagen geben musste. Diamond-League-Sieger Kipruto gewann in 8:03,74 Minuten vor Jager (8:04,01) und dem Franzosen Mahiedine Mekhissi Benabbad (8:08,15).

Ruth Jebet holt den Gesamtsieg in der Diamond League

In der Woche zuvor hatte in Zürich der erste Teil des Diamond League-Finales stattgefunden. Dort setzte sich über 5.000 m der Äthiopier Hagos Gebrhiwet durch. Er siegte in 13:14,82 Minuten vor Paul Chelimo (13:16,51) und dem Hindernis-Spezialisten Evan Jager (beide USA/13:16,86). Gebrhiwet sicherte sich durch seinen Sieg auch die 40.000-Dollar-Prämie. Olympiasieger Mo Farah war in der Diamond-League-Serie nicht über 5.000 m gestartet. Souverän gewann die 3.000-m-Hindernis-Olympiasiegerin und -Weltrekordlerin Ruth Jebet (Bahrain) über diese Strecke auch in Zürich und sicherte sich damit den Diamond League-Gesamtsieg. Jebet siegte in 9:07,00 Minuten vor Hyvin Jepkemoi (Kenia/9:10,15) und Emma Coburn (USA/9:17,42).

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