Silvesterlauf Trier 2014

Afrikas Läufer dominierten in Trier

Bei der 25. Auflage des Silvesterlaufs Trier gingen die Siege an Moses Kipsiro (Uganda) und Nazret Weldu (Eritrea). Arne Gabius wurde nur Vierter.

Silvesterlauf Trier 2014 - Fotos
Silvesterlauf Trier

Moses Kipsiro aus Uganda triumphierte beim Trierer Silvesterlauf bereits zum fünften Mal.

Bild: Silvesterlauf Trier

Afrikas Läufer haben Tier zurückerobert. Nachdem es vor einem Jahr beim hochklassigsten deutschen Silvesterlauf nationale Sieger gab, gingen die ersten Plätze bei der 25. Auflage nun an Moses Kipsiro (Uganda), der bereits zum fünften Mal triumphierte, und Nazret Weldu (Eritrea). Zur 25. Auflage des Traditionsrennens waren 2.000 Läufer aus 22 Nationen angetreten.

Im 8-km-Lauf der Männer machten am Ende Moses Kipsiro und Hailemariyam Amare (Äthiopien) das Rennen unter sich aus. Dabei setzte sich schließlich der aktuelle Commonwealth Games-Sieger über 10.000 m Kipsiro in 23:04 Minuten mit zwei Sekunden Vorsprung durch. Für den 28-jährigen Kipsiro war es nach 2005, 2006, 2007 und 2012 bereits der fünfte Triumph in Trier. Damit ist der Läufer aus Uganda nunmehr der alleinige Rekord-Sieger bei diesem Silvesterlauf. Der Kenianer Daniel Gachara hatte das Rennen viermal gewonnen (1998, 1999, 2001 und 2003). „Trier ist meine Heimat“, hatte Kipsiro vor dem Silvesterlauf gesagt.

Hinter den beiden Afrikanern kämpften Vorjahressieger Homiyu Tesfaye (Eintracht Frankfurt) und Arne Gabius (LAV Stadtwerke Tübingen) um Platz drei. Dabei setzte sich letztlich der 1.500-m-Spezialist Tesfaye mit 23:17 knapp vor dem zeitgleichen Gabius durch, der Ende Oktober in Frankfurt ein beeindruckendes Marathondebüt gelaufen war.

Überraschung beim Trierer Silvesterlauf

Eine echte Silvester-Überraschung gab es im Frauenrennen von Trier. Denn die ersten drei Läuferinnen hatte keiner auf der Rechnung, da sie im Vorfeld nicht bekannt wurden. Über die 5-km-Strecke gewann Nazret Weldu (Eritrea) mit 16:01 Minuten. Die 24-Jährige hatte vor kurzem mit einer 10.000-m-Zeit von 33:23,93 einen nationalen Rekord aufgestellt, hat aber noch kein Weltklasseformat. Zweite wurde Yemenu Tewabech mit zwei Sekunden Rückstand, Rang drei belegte Weynshet Weldetsadik (beide Äthiopien) in 16:06. Die Keniaerin Cynthia Kosgei folgte in dem knappen Finish als Vierte mit 16:07.

Für Corinna Harrer (LG Telis Finanz Regensburg) reichte es nicht zum Hattrick. Mit 16:09 Minuten und Rang fünf war die Titelverteidigerin aber die beste deutsche Läuferin im Feld. Sechste wurde Diana Sujew (Marathon Hamburg) mit 16:19.

Kurios blieb die Doppel-Verpflichtung der zweifachen 1.500-m-Weltmeisterin Maryam Jamal (Bahrain). Die Läuferin, die sowohl in Trier als auch beim zeitgleich stattfindenden Rennen in Bozen auf der Startliste stand, rannte letztlich gar nicht am Silvestertag. Jamal sagte sowohl den Südtirolern, bei denen sie als Titelverteidigerin hätte antreten sollen, als auch den Veranstaltern aus Trier verletzungsbedingt ab.

Fotoimpressionen vom Trierer Silvesterlauf von Sebastian Schwarz finden Sie in der Fotogalerie über und unter diesem Artikel.

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