Crosscountry Schottland

Afrikas Crossläufer in Edinburgh klar überlegen

Europas Läufer hielten nicht mit. Selbst Cross-Europameister Lebid (Ukraine) kam nur als Zehnter ins Ziel.

Crosslauf Edinburgh 2009

Mit ihren afrikanischen Kollegen konnten die europäischen Starter in Edinburgh nicht mithalten.

Afrikas Läufer haben den hochklassig besetzten Crosslauf in Edinburgh dominiert. Das Rennen, das zu einer Serie des internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF) gehört, hat einmal mehr gezeigt, dass es die Europäer schwer haben, wenn es im Crosslauf zur Sache geht. Der Äthiopier Abebe Dinkesa und die Kenianerin Linet Masai waren die Sieger bei kühlem und windigem Wetter in Schottland.

Beim vorletzten Anstieg auf dem anspruchsvollen Kurs im Holyrood Park im Zentrum von Edinburgh ergriff Abebe Dinkesa die Initiative und löste sich aus der Spitzengruppe. Der 24-jährige Äthiopier gehörte vorher nicht zu den Topfavoriten, schaffte es aber, seinen Vorsprung von rund 20 Metern bis ins Ziel zu verteidigen. Für die 8,9 km lange Strecke benötigte Dinkesa, der in Edinburgh den größten Cross-Sieg seiner Karriere feierte, 26:51 Minuten. Auch auf Rang zwei gab es eine Überraschung: Der Kenianer Mang’ata Ndiwa belegte diesen Platz in 26:54 mit einer Sekunde Vorsprung vor dem eigentlichen Favoriten Zersenay Tadese (Eritrea), dem Cross-Weltmeister des Jahres 2007. Während Äthiopiens Superstar Kenenisa Bekele aufgrund eine Ermüdungsbruches im Knöchel in Edinburgh nicht als Vorjahressieger an den Start gehen konnte, wurde der Kenianer Eliud Kipchoge in 26:58 Minuten Vierter. Bester Europäer war der Cross-Europameister Sergiy Lebid (Ukraine), der als Zehnter nach 27:23 im Ziel war.

Besser schlug sich im Frauenrennen Großbritanniens Nachwuchshoffnung Stephanie Twell. Die 19-jährige Cross-Europameisterin der Juniorinnen belegte über 5,6 km einen beachtlichen vierten Platz in 19:16 Minuten und war nur zwei Sekunden von einem Podestplatz entfernt. Lediglich die dominierende Kenianerin Linet Masai (Kenia/19:02), die bei Olympia in Peking im 10.000-m-Finale als Vierte einen Juniorinnen-Weltrekord aufgestellt hatte, Mestawet Tufa (Äthiopien/19:13) und Viola Kibiwott (Kenia/19:14) waren schneller als Stephanie Twell. Als Achte kam die Cross-Vize-Europameisterin von 2008, Jessica Augusto (Portugal/19:34), ins Ziel.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net