Schneller Zehner in Indien

Afrikaner dominieren 10 km in Bangalore

Trotz großer Hitze wurden die 10 km im indischen Bangalore in 27:54 Minuten und 31:58 bei den Frauen gewonnen.

Ayalew Wude Yimer gewann die 10 km in Bangalor.

Ayalew Wude Yimer gewann die 10 km in Bangalore.

Der Kenianer Titus Mbishei und die Äthiopierin Ayalew Wude Yimer haben im indischen Bangalore den 10-km-Lauf gewonnen und sich dabei gegen starke afrikanische Konkurrenz durchgesetzt. Das Rennen wurde vom internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) in die höchste Kategorie der Straßenläufe aufgenommen (Gold Label).

Überraschend kam der Sieg des erst 19-jährigen Kenianers Titus Mbishei, der nicht zu den großen Favoriten gehörte. Der Silbermedaillengewinner bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2008 über 10.000 m lief von Beginn an in der Spitzengruppe mit Titelverteidiger Deriba Merga (Äthiopien). Schon bald übernahm Titus Mbishei die Führungsarbeit und schüttelte einen Gegner nach dem anderen ab. Einen wurde er jedoch lange Zeit nicht los: Moses Kipsiro (Uganda) war erst auf dem letzten Kilometer geschlagen. Mbishei gewann bei warmem Wetter in 27:54 Minuten mit 14 Sekunden Vorsprung vor Kipsiro, der wie schon 2009 Rang zwei belegte. Dritter wurde Feyisa Lelisa (Äthiopien/28:23) vor Deriba Merga (28:32). Die ersten 15 Plätze belegten Läufer aus Afrika.

Noch hochklassiger besetzt als das Rennen der Männer war jenes der Frauen. So war es zunächst Elvan Abeylegesse, die olympische Silbermedaillengewinnerin über 5.000 und 10.000 m, die das Tempo an der Spitze bestimmte. Doch die aus Äthiopien stammende Türkin, die sich in diesem Jahr stärker auf Straßenrennen konzentriert, fiel weit zurück und musste sich am Ende mit Rang elf in 33:28 Minuten zufrieden geben. Es sah dann nach einem Erfolg der Kenianerin Grace Momanyi aus, doch kurz vor dem Ziel konnten Ayalew Wude Yimer und ihre Landsfrau, die Vorjahressiegerin Aselefech Mergia, den leichten Rückstand noch aufholen. Wude, die WM-Dritte über 10.000 m von Berlin 2009, schnappte sich mit einem starken Endspurt den Sieg in 31:58 Minuten vor Mergia (32:00) und Momanyi (32:05). Sechste wurde die aus Kenia stammende Holländerin Hilda Kibet (32:22), Rang acht belegte die Boston-Marathon-Siegerin des Jahres 2008, Dire Tune (Äthiopien/32:29).

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net