Manchester

Äthiopischer Doppelsieg im 10-km-Rennen

Kenenisa Bekele und Tirunesh Dibaba gewannen in Manchester. Arne Gabius blieb aufgrund von Muskelproblemen unter seinen Möglichkeiten und wurde Fünfter.

10-km-Rennen Manchester Gabius

Für Arne Gabius lief es nicht in Manchester.

Bild: photorun.net

Kenenisa Bekele und Tirunesh Dibaba haben mit Siegen in Manchester gezeigt, dass mit ihnen wieder zu rechnen ist. Die äthiopischen Superstars gewannen das 10-km-Rennen jeweils souverän in 28:08 beziehungsweise 31:16 Minuten. Arne Gabius (LT Haspa Marathon Hamburg) belegte Rang fünf, blieb aber aufgrund von muskulären Problemen im Magenbereich mit einer Zeit von 29:44 Minuten deutlich unter seinen Möglichkeiten.

Gabius läuft in Manchester nach 29:44 Minuten ins Ziel

Auf den ersten Kilometern lief Arne Gabius in einer sechsköpfigen Spitzengruppe. Vor der 4-km-Marke hatte er jedoch den Anschluss verloren, während an der Spitze der frühere Marathon-Weltrekordler Wilson Kipsang (Kenia) für Tempo sorgte. „Eigentlich war es ein nettes Rennen, aber aufgrund der Probleme konnte ich dann nicht mehr mithalten,“ sagte Arne Gabius, der beim London-Marathon im April mit ähnlichen Beschwerden vorzeitig aus dem Rennen gegangen war. Mit 29:44 Minuten blieb der 35-Jährige in Manchester entsprechend deutlich unter seiner Saison-Bestzeit von 28:41. In der Vorbereitung auf den olympischen Marathon in Rio steht für Arne Gabius nun zunächst ein Höhentrainingslager in St. Moritz auf dem Programm. Im Juli ist zudem ein Start bei der Halbmarathon-EM geplant.

Erster Sieg nach zwei Jahren für Bekele

In der zweiten Hälfte des 10-km-Rennens entwickelte sich bei guten Wetterbedingungen ein Zweikampf zwischen Wilson Kipsang und Kenenisa Bekele. Erwartungsgemäß war es dann der äthiopische 10.000-m-Weltrekordler, der auf dem letzten Kilometer dem Kenianer keine Chance ließ. Für Bekele, der beim London-Marathon nach langer Verletzungspause im April Rang drei belegt hatte und daraufhin vom äthiopischen Verband lediglich als Ersatzläufer für den Olympia-Marathon nominiert wurde, war es der erste Sieg seit zwei Jahren. Damals hatte er ebenfalls in Manchester gewonnen. Mit 28:08 war er dieses Mal 15 Sekunden schneller als noch 2014. Hinter Bekele folgten Wilson Kipsang (28:15), David McNeill (Australien/28:39) und Zane Robertson (Neuseeland/28:54) auf den Rängen zwei bis vier.

Tirunesh Dibaba meldete sich mit einem Sieg zurück.

Bild: Nova International

Dibaba meldet sich nach Pause mit einer Zeit von 31:16 Minuten zurück

Ein erfolgreiches Comeback-Rennen nach zweijähriger Babypause lief Tirunesh Dibaba. Die 30-Jährige hatte in Manchester 2014 ihren letzten Wettkampf vor der Unterbrechung gewonnen. Damals lief sie 31:09 Minuten, nun meldete sie sich mit flotten 31:16 zurück. Es wird das Ziel von Tirunesh Dibaba sein, bei Olympia zum dritten Mal in Folge die Goldmedaille über 10.000 Meter zu gewinnen. Erst 500 Meter vor dem Ziel musste sich in Manchester Edna Kiplagat (Kenia) geschlagen geben. Die zweimalige Marathon-Weltmeisterin zeigte einmal mehr gute Form und belegte in 31:25 Rang zwei. Dritte wurde Diane Nukuri (Burundi) mit 31:49.