Prag-Halbmarathon

Äthiopier Tsegay läuft Weltklassezeit

Der Äthiopier Atsedu Tsegay siegte beim Prag-Halbmarathon in der Weltklassezeit von 58:47 Minuten.

Atsedu Tsegay gewann den Prag-Halbmarathon mit einer Topzeit.

Atsedu Tsegay gewann den Prag-Halbmarathon mit einer Topzeit.

Bild: Prague Half Marathon

Ein international bisher nur wenig bekannter Äthiopier hat beim Prag-Halbmarathon die fünftschnellste je erzielte Zeit über die 21,0975 km erzielt: Atsedu Tsegay gewann das Rennen in 58:47 Minuten und stellte damit auch eine Jahresweltbestzeit auf. Die Frauen-Siegerin lief ebenfalls eine Topzeit: Joyce Chepkirui (Kenia) gewann in 67:03, der zwölftbesten je erzielten Zeit im Halbmarathon.

Bei windigen Wetterbedingungen setzte sich der 20-jährige Atsedu Tsegay nach 15 km von zwei mit ihm an der Spitze laufenden Konkurrenten ab: Weder der Vorjahressieger und Streckenrekordhalter Philemon Limo – er hatte im vergangenen Jahr mit 59:30 gewonnen – noch dessen kenianischer Landsmann Henry Kiplagat hatten gegen Tsegay eine Chance, als dieser das Tempo erhöhte. Immer größer wurde der Vorsprung des Läufers aus Addis Abeba, der in diesem Jahr bereits die äthiopischen Crosslaufmeisterschaften gewonnen hatte, und schließlich war er nach 58:47 im Ziel. Um weniger als eine halbe Minute verfehlte er damit den aktuellen Weltrekord von Zersenay Tadese (Eritrea/58:23).

Eigentlich sollte der kenianische 10-km-Weltrekordler Leonard Komon in Prag am Sonnabend auf Weltrekordjagd gehen. Doch er musste krankheitsbedingt seinen Start kurzfristig absagen. Mit Atsedu Tsegay, der sich über 10.000 m für Olympia qualifizieren möchte, hatten die Prager einen unerwartet starken „Ersatzmann“, der den Streckenrekord pulverisierte. „Es war schwierig aufgrund des Windes. In meinem nächsten Halbmarathon möchte ich den Weltrekord angreifen“, erklärte Atsedu Tsegay, der deutlich vor den Kenianern Henry Kiplagat (60:01), Titelverteidiger Philemon Limo (60:03) und Josphat Bett (61:01) im Ziel war.

Auch bei den Frauen fiel die Vorentscheidung nach 15 km. An diesem Punkt löste sich Joyce Chekkirui von der Titelverteidigerin und Favoritin Lydia Cheromei sowie Gladys Cherono (beide Kenia). „Ich hätte nicht gedacht, dass ich Lydia schlagen könnte“, erklärte die Siegerin, die mit 67:03 Minuten den ein Jahr alten Kursrekord von Lydia Cheromei um 30 Sekunden verbesserte. Cheromei wurde Zweite mit 67:26, Rang drei belegte Cherono (68:18) vor ihrer Landsfrau Rose Chelimo (71:35).

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