Towerrunning-Saison 2010

Abschneiden des deutschen Teams

Marie-Fee Breyer in Frankfurt

Marie-Fee Breyer in Frankfurt.

Bild: Sebastian Wurster

Am Ende einer langen Saison stellt sich die Frage, wie das vergangene Treppenlaufjahr aus deutscher Sicht einzuordnen ist. Mit dem Weltcupsieg von Thomas Dold, dem fünften Rang von Marie-Fee Breyer und den sechs weiteren deutschen Athleten in den Top 30 sowie dem zweiten Gesamtrang in der Nationenwertung kann das deutsche Towerrunning-Team auf eine durchaus erfolgreiche Saison zurückblicken. Neben der guten Positionierung in der Weltrangliste glänzte man insbesondere in den europäischen Rennen. Thomas Dold sorgte mit seinen Siegen in New York, Sydney und Singapur zudem für deutsche Glanzlichter außerhalb Europas.

Dass man am Ende das außerordentliche Ergebnis des Vorjahres mit drei Medaillen und 11 Top 30-Platzierungen sowie dem Sieg in der Nationenwertung nicht wiederholen hat können, hat hauptsächlich zwei Gründe. Zum einen war die internationale Konkurrenz deutlich stärker und punktete auch bei den deutschen Rennen immer wieder gut; zum anderen fuhr man weniger Auswärtssiege ein. Nur acht statt im Vorjahr elf Mal wehte die deutsche Flagge über dem Siegerpodest bei Rennen außerhalb der Landesgrenzen. Insbesondere Matthias Jahn musste verletzungsbedingt in der zweiten Saisonhälfte auf einige internationale Starts verzichten und kam so in dieser Saison nicht in die Nähe des Weltcup-Podiums.

Die Niederlage in der Nationenwertung gegenüber dem amerikanischen Team ist außerdem maßgeblich der guten Zusammenarbeit zwischen den besten US-Athleten und den mexikanischen Spitzenläufern zuzuschreiben. Neben gemeinsamen Trainings und dem Erfahrungsaustausch bei großen Wettkämpfen erhöht sich durch die Teilnahme der Mexikaner auch der Wertungsfaktor zahlreicher US-Rennen. Für den Wertungsfaktor ist nämlich die Beteiligung ausländischer Spitzenläufer ein entscheidendes Kriterium. Eine derartige nationale und internationale Kooperation gibt es bei den deutschen Athleten in der Breite doch eher selten.

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