Berliner Halbmarathon 2015

Abraham Cheroben will Berliner Halbmarathon gewinnen

Abraham Cheroben will Berliner Halbmarathon gewinnen, Arne Gabius den deutschen Rekord brechen.

Abraham Cheroben

Abraham Cheroben, der eine persönliche Bestzeit von 58:48 Minuten hat, will den Berliner Halbmarathon 2015 gewinnen.

Bild: photorun.net

Das Männerrennen wird im Blickpunkt stehen, wenn am Sonntag die 35. Auflage des hochklassigsten deutschen Halbmarathonlaufes gestartet wird. Beim Berliner Halbmarathon ist dabei gleich mit einer zweifachen Rekordjagd zu rechnen. Zum einen wollen die Kenianer Abraham Cheroben und Kenneth Kipkemoi den nun schon acht Jahre alten Streckenrekord ihres Landsmannes Patrick Makau, der 2007 mit der Weltklassezeit von 58:56 Minuten gewann, angreifen.

Daneben könnte auch eine wesentlich ältere Bestmarke in Gefahr geraten: Es ist 22 Jahre her, als Carsten Eich den größten und bedeutendsten deutschen Halbmarathon in 60:34 Minuten gewann. Dieser deutsche Rekord, der damals sogar eine europäische Bestzeit bedeutete, ist bisher unerreicht. Doch mit dem 34-jährigen Arne Gabius gibt es jetzt einen Läufer, der das Vermögen hat, diese Zeit zu erreichen und zu unterbieten. Auf der schnellen Strecke könnte er es am Sonntag versuchen.

Im vergleichsweise deutlich schwächer besetzten Frauenrennen weist die Schwedin Isabellah Andersson mit 70:02 Minuten die schnellste persönliche Bestzeit der eingeladenen Topathletinnen auf.

Abraham Cheroben will Berliner Halbmarathon gewinnen

Im vergangenen Jahr war Abraham Cheroben noch Zweiter, jetzt möchte er den Berliner Halbmarathon gewinnen. Der 22-jährige Kenianer lief 2014 mit 59:14 Minuten einen persönlichen Rekord, den er inzwischen nochmals verbesserte. Im Oktober gewann er den Valencia-Halbmarathon mit 58:48 Minuten und erzielte damit auch die beste weltweit im vergangenen Jahr gelaufene Zeit. In der Liste der schnellsten Halbmarathonläufer der Geschichte ist er damit bereits Fünfter. Noch einen zweiten großen Sieg feierte er, nachdem er beim Halbmarathon knapp geschlagen wurde. Bei den Big 25 Berlin gewann er im Mai mit hochklassigen 1:11:47 Stunden über 25 km.

Cherobens schärfster Konkurrent dürfte ein Läufer sein, den er gut kennt: Sein Landsmann Kenneth Kipkemoi. Der 30-Jährige war im vergangenen Jahr beim Halbmarathon in Valencia und bei den Big 25 Berlin jeweils Zweiter hinter Cheroben. Mit 59:01 Minuten und 1:12:32 Stunden stellte Kipkemoi dabei jeweils hochkarätige Bestzeiten auf.

Mit dem Äthiopier Hunegnaw Mesfin ist noch ein dritter Läufer im Rennen, der eine Bestzeit unter der 60-Minuten-Barriere vorweisen kann (59:39). Die Kenianer Richard Mengich (Bestzeit: 60:11), im vergangenen Jahr Dritter in Berlin, Sylas Kimutai Chebogel (60:14), Vierter in Berlin 2014, und David Kogei (60:50) zählen ebenso zu den Favoriten.

Arne Gabius will seine persönliche Bestzeit von 62:09 überbieten

Das Tempo der Führungsgruppe mit den schnellen Afrikanern wird Arne Gabius nicht mitgehen. Doch der 34-Jährige könnte trotzdem für Furore sorgen. Vor einem Jahr lief Gabius, der für den Verein Marathon Hamburg startet, ein viel beachtetes Halbmarathon-Debüt in New York. Auf der nicht leichten Strecke erreichte er dabei 62:09 Minuten. Vor kurzem bestätigte er diese Leistung in New York als Neunter mit 62:32. Nun kommt er nach Berlin, um ein richtig schnelles Rennen zu laufen. Wenn die Wetterbedingungen stimmen, könnte die deutsche Rekordzeit von Carsten Eich (60:34) tatsächlich in Gefahr geraten. „Zwischen 60 und 61 Minuten ist alles möglich“, sagt Arne Gabius.

In einem Rennen mit ungewöhnlich starker deutscher Beteiligung könnte neben Arne Gabius noch ein anderer Läufer für eine Überraschung sorgen: Steffen Uliczka (SG TSV Kronshagen / Kieler TB) wird sein Debüt über die Halbmarathonstrecke laufen. Der 30-Jährige war jahrelang der beste deutsche Läufer über die 3.000-m-Hindernisstrecke und gehörte zur erweiterten europäischen Spitze.

Aus Kenia stammende Schwedin ist Favoritin für den Berliner Halbmarathon 2015

Die schnellste Läuferin im vergleichsweise weniger spektakulär besetzten Elitefeld der Frauen ist Isabellah Andersson. Die aus Kenia stammende Schwedin hat eine Bestzeit von 70:02 Minuten. Sie wird nach einer Verletzung am Sonntag ihr erstes großes internationales Rennen laufen, so dass ihre Form schwer einzuschätzen ist. Ihre schärfste Rivalin dürfte aus Kenia kommen: Elizeba Cherono gewann im vergangenen Jahr den Venlo-Halbmarathon in den Niederlanden und steigerte sich dabei auf 70:15. Kejeta Melat (Äthiopien/70:27) und Cynthia Kosgei (Kenia/73:23) können ebenfalls eine Rolle spielen.

Zwei junge deutsche Marathon-Hoffnungen haben die besten Chancen aus nationaler Sicht: Katharina Heinig (Bestzeit: 1:14:32) und Nina Stöcker (1:15:28) starten beide für Eintracht Frankfurt und sind Trainingspartnerinnen. Für sie wird es darum gehen, sich in Berlin weiter zu verbessern.

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