Valencia-Halbmarathon 2015

Abraham Cheroben läuft Jahresweltbestzeit

Mit 59:10 Minuten hat Abraham Cheroben beim Valencia-Halbmarathon eine Jahresweltbestzeit aufgestellt. Netsanet Gudeta lief Streckenrekord.

Valencia-Halbmarathon Cheroben

Abraham Cheroben, hier bei seinem 25-km-Sieg im Berliner Olympiastadion im Mai, stellte in Valencia eine Jahresweltbestzeit im Halbmarathon auf.

Bild: photo-run.net

Der Kenianer Abraham Cheroben hat beim Valencia-Halbmarathon eine Jahresweltbestzeit aufgestellt. Der 22-Jährige lief bei idealen Wetterbedingungen auf der flachen Strecke 59:10 Minuten und verbesserte die Marke seines Landsmannes Bedan Karoki Muchiri, der in Kopenhagen 59:14 gelaufen war, um vier Sekunden. Bereits 2014 war Abraham Cheroben nach seinem Sieg in Valencia, wo er damals mit 58:48 den aktuellen Streckenrekord aufstellte, der schnellste Halbmarathonläufer des Jahres weltweit. In diesem Jahr hält der Kenianer auch wieder eine zweite Jahresweltbestzeit: Im Mai gewann er das 25-km-Rennen Big 25 Berlin mit 1:12:31 Stunden. Einen Marathon ist Cheroben bisher noch nicht gelaufen.

Hohes Tempo beim Valencia-Halbmarathon

Das Tempo in Valencia war von Beginn an schnell. Nach 28:06 Minuten waren die ersten 10 km absolviert. Damit lag die Spitzengruppe, geführt von Tempomachern, nahe am Streckenrekord. Es war dann Mathew Kisorio, der kurz nach der 10-km-Marke mit einer Tempoverschärfung das Feld auseinander riss. Nur Cheroben konnte seinem Landsmann, der zwischen 2012 und 2014 wegen Dopings gesperrt war, folgen. Etwa drei Kilometer vor dem Ziel setzte sich dann Cheroben entscheidend ab und gewann noch mit einem deutlichen Vorsprung. Kisorio wurde Zweiter in 59:53 vor Dawit Weldeslasie Hagos (Eritrea), der 60:27 benötigte.

Frauen-Streckenrekord beim Valencia-Halbmarathon

Einen Streckenrekord gab es bei den Frauen, wobei die Läuferinnen aus Äthiopien das Rennen unter sich ausmachten. Die 24-jährige Netsanet Gudeta gewann in 67:30 Minuten und verbesserte den Kursrekord der Kenianerin Emily Chebet um 31 Sekunden. Gudeta, die bei der Crosslauf-WM im Frühjahr die Bronzemedaille gewonnen hatte, stellte auch eine persönliche Bestzeit auf und war vor Worknesh Debele (67:51) und Genet Yalew Kassahun (68:12) im Ziel.