Halbmarathon Valencia

Abraham Cheroben läuft Jahresweltbestzeit

Der Kenianer Abraham Cheroben lief beim Valencia-Halbmarathon die sechstschnellste Zeit überhaupt. Seine Landsfrau Emily Chebet gewann mit Streckenrekord. Und auch in Birmingham triumphierten Kenianer.

Abraham Cheroben

Abraham Cheroben, hier bei seinem Berliner Sieg über 25 km im Olympiastadion, erzielte in Valencia eine Weltklassezeit im Halbmarathon.

Bild: photorun.net

Abraham Cheroben sorgte für einen Paukenschlag beim Valencia-Halbmarathon. Der erst 21-jährige Kenianer gewann das Rennen in einer Jahresweltbestzeit von 58:48 Minuten. Dies ist zugleich ein Streckenrekord und die sechstschnellste je gelaufene Zeit. So schnell wie Cheroben in Spanien war seit gut zweieinhalb Jahren niemand mehr über die 21,0975-km-Distanz. Zum Weltrekord von Zersenay Tadese (Eritrea) fehlten Cheroben am Sonntag in Valencia lediglich 25 Sekunden.

Nach einer sehr schnellen 10-km-Zwischenzeit von 27:40 Minuten löste sich Cheroben im Bereich der 15-km-Marke, die er in 41:53 passierte, aus einer kleinen Spitzengruppe. „Ich bin zufrieden mit meinem Sieg. Aber ich bin nicht ganz glücklich, denn ich wollte heute den Weltrekord brechen. Ich bin sicher, dass ich über diese Distanz unter 58 Minuten laufen kann. Heute war das Wetter dafür etwas zu warm“, erklärte Cheroben gegenüber der Internetseite iaaf.org. Schon zweimal zuvor hatte er in diesem Jahr Weltklassezeiten erzielt. Beim Halbmarathon in Berlin wurde er im März hauchdünn geschlagener Zweiter mit 59:14, dann gewann er im Mai die Big 25 Berlin über 25 km mit 1:11:47 Stunden.

Vier Läufer blieben beim Valencia-Halbmarathon unter einer Stunde

Auch der zweitplatzierte Kenneth Kipkemoi (Kenia) erzielte in Valencia mit 59:01 noch eine absolute Weltklassezeit. Zudem blieben die hinter ihm folgenden Landsleute Matthew Kisorio und Tirus Mbishei mit 59:50 beziehungsweise 59:55 auch noch unter einer Stunde.

Eine Woche nachdem sich Emily Chebet bei den Grand 10 in Berlin über 10 km hauchdünn ihrer kenianischen Landsfrau Joyce Chepkirui hatte geschlagen geben müssen, war sie dieses Mal deutlich vorne: Die Crosslauf-Weltmeisterin gewann das Rennen mit einer Streckenrekordzeit von 68:01 Minuten und deutlich vor Margaret Muriuki (69:02). Als Dritte folgte Beatrice Mutai (beide Kenia) in 69:30. Lediglich Platz vier blieb dieses Mal Joyce Chepkirui mit 70:37 Minuten.

Linet Masai Dritte bei Halbmarathon-Debüt in Birmingham

Nicht so gut wie erhofft, lief das Halbmarathon-Debüt der früheren 10.000-m-Weltmeisterin Linet Masai. Die Kenianerin erreichte in Birmingham 71:45 Minuten und wurde damit Dritte. Ihre Landsfrau Polline Wanjiku gewann das Rennen mit 70:48. Schnellster Läufer war Joel Kimutai (Kenia), der nach 61:39 im Ziel war.