Nach deutschen Meisterschaften

8 deutsche Läufer sind bereits für Olympia qualifiziert

Bereits 8 deutsche Läufer sind für Olympia qualifiziert, weitere 6 hoffen noch auf London. Die deutschen Meisterschaften in Wattenscheid brachten keine Normerfüllungen.

Corinna Harrer

Corinna Harrer gewann in Wattenscheid den deutschen Meistertitel über 1.500 m, nachdem sie zuvor bereits die Olympianorm unterboten hatte.

Bild: photorun.net

Acht deutsche Läufer haben bisher die nationalen Normzeiten für die Olympischen Spiele in London unterboten und sich damit die Teilnahme am wichtigsten Leichtathletik-Wettkampf gesichert. Dies ist der Zwischenstand nach den deutschen Meisterschaften, die am Wochenende in Wattenscheid stattfanden. Aufgrund der immer wieder taktischen Rennen gab es bei den Titelkämpfen keine Normerfüllungen in den Läufen. Da aber noch sechs weitere Läufer Chancen haben, innerhalb der nächsten knapp drei Wochen die Qualifikation zu schaffen, sieht die Lage im deutschen Laufbereich insgesamt etwas besser aus als in der jüngeren Vergangenheit.

Zu den Überraschungen der deutschen Topläufer zählte in diesem Jahr bisher Sören Ludolph (LG Braunschweig), der sich beim Meeting in Hengelo über 800 m auf 1:44,80 Minuten steigerte. Damit unterbot der 24-Jährige, der am Sonntag mit 1:49,04 auch Deutscher Meister wurde, die Olympianorm von 1:45,55 deutlich. Weniger überraschend war dagegen, dass Arne Gabius (Stadtwerke Tübingen) die Richtzeit über 5.000 m unterbieten konnte. Der 31-Jährige hatte im Winter bereits hochklassige Form gezeigt und verbesserte sich nun in der Freiluftsaison auf 13:13,43 Minuten. In Wattenscheid siegte er mit 13:51,78.

Die besten deutschen 1.500-m-Läuferinnen rannten über viele Jahre hinweg international unter „ferner liefen“. Dass nun eine deutsche Läuferin die Olympianorm knackte, war eine große Überraschung. In Rom lief die 21-jährige Corinna Harrer (Telis Finanz Regensburg) Ende Mai 4:04,30 Minuten und unterbot damit das London-Limit von 4:05,50 klar. Sie setzte sich auch bei den Deutschen Meisterschaften durch (4:11,04).

Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg), die sich zunächst im Marathon mit 2:28:08 Stunden qualifiziert hatte, sich dann aber zugunsten der 10.000-m-Strecke entschied, lief beim Europa-Cup 31:36,76 Minuten. Damit hatte sie auch die Qualifikation über die längste Bahndistanz geschafft und wird über diese Strecke in London starten. In Wattenscheid gewann Sabrina Mockenhaupt den deutschen Meistertitel über 5.000 m mit 15:47,01 Minuten.

Ein gute Rolle spielen könnten bei Olympia die beiden Hindernisläuferinnen Antje Möldner-Schmidt (LC Cottbus) und Gesa Felicitas Krause (Eintracht Frankfurt). Mit bisherigen Saisonbestzeiten von 9:32,14 (Möldner) beziehungsweise 9:33,10 (Krause) unterboten sie die Norm von 9:39,00 deutlich. Eine Olympia-Finalteilnahme erscheint in Reichweite. Möldner-Schmidt gewann den nationalen Titel in 9:42,42 während Krause die 1.500-m-Strecke lief und dort als Vierte 4:11,94 Minuten erreichte.

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