Hamburg-Halbmarathon 2017

8.730 Halbmarathon-Finisher in Hamburg

Über 11.100 Läufer und Skater gingen beim Hella Hamburg-Halbmarathon auf die Strecke. Flomena Chepchirchir verbesserte dabei den Streckenrekord der Damen.

Hamburg-Halbmarathon 2017 - Die Bilder
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Flomena Chepchirchir lief schneller als alle Läuferinnen, die jemals beim Hamburg-Halbmarathon an den Start gingen.

Bild: Thomas Sobczak

Bereits zum 23. Mal gingen in Hamburg am 25.06. wieder viele Läufer beim Hella Hamburg-Halbmarathon an den Start. Bei guten, wenn auch nicht optimalen, Wetterbedingungen blieben zwei Läuferinnen unter dem alten Streckenrekord. Herren-Sieger Albert Kangogo verpasste diesen um nur 15 Sekunden. Zudem konnte sowohl ein neuer Melderekord als auch ein neuer Finisherrekord verbucht werden.

Unser Fotograf Thomas Sobczak war vor Ort. Seine schönsten Fotos vom Hamburg-Halbmarathon finden Sie in der Bildergalerie unter und über diesem Artikel.

Während die Skater 15 Minuten vor den Läufern auf die zu diesem Zeitpunkt teilweise noch nasse Strecke geschickt wurden, konnten sich die um 10:00 Uhr gestarteten Läufer über gute Wetterverhältnisse freuen. Mit Ausnahme eines kurzen Regenschauers 1:40 Stunden nach dem Start blieb es trocken und die Sonne kam gelegentlich zum Vorschein. Schon zum 14. Mal in Folge konnte das Organisationsteam in diesem Jahr einen Melderekord verbuchen. Dieses Mal hatten 11.117 Läufer gemeldet, wovon 8.730 ins Ziel kamen, was somit gleichzeitig den 14. Finisherrekord in Folge darstellte. Um die wachsende Teilnehmerzahl aufnehmen zu können, kam es in diesem Jahr zu den größten Änderungen seit dem Umzug der Veranstaltung vom Stadtpark auf die Reeperbahn 2003. Der zweite Durchlauf der Reeperbahn entfiel zugunsten einer langen Geraden Richtung Altona mit Rückweg auf der Elbchaussee. An den Landungsbrücken hatten die Läufer durch den Wegfall der Überrundungsschleife mehr Platz und die Strecke wurde durch den Wegfall der Steigung Helgoländer Allee noch schneller. Auch der Ziel-Auslaufkanal wurde in der Folge erheblich verlängert.

Besonders auf den Landungsbrücken war die Stimmung traditionell wieder einmal sehr gut.

Bild: Thomas Sobczak

Streckenänderungen zahlen sich aus

Wie erhofft zahlten sich die Änderungen aus. Bei den Frauen verbesserte die Kenianerin Flomena Chepchirchir in 1:10:21 Stunden den von ihrer Landsfrau Agnes Mutune 2015 auf 1:11:27 Stunden verbesserte Streckenrekord um über eine Minute. Auch die Zweitplatzierte Askale Alemayehu Adula aus Äthiopien blieb in 1:10:31 Stunden noch klar unter der alten Bestmarke. Nach dem Rennen beantwortete Chepchirchir die Frage, ob sie erwartet hätte, den Streckenrekord verbessern zu können, lakonisch mit: "I did it!" Auch bei den Herren konnten die Zuschauer außergewöhnliche Leistungen bewundern. So lief auch Albert Kangogo aus Kenia, der die 23. Auflage des Hamburg-Halbmarathon gewann, in die Region des alten Streckenrekords. Mit einer Zeit von 1:01:07 Stunden verpasste er den ebenfalls 2015 von Merhawi Kesete aufgestellten Rekord nur um 15 Sekunden.

Kenianer dominieren

Das Podest bei den Damen komplettierte Marion Limo in 1:12:15 Stunden. Ihr folgten die dritte Kenianerin Cynthia Kosgei in 1:12:31 Stunden und die erste Europäerin, Charlotte Purdue aus Großbritannien, in 1:12:39 Stunden. Purdue hatte beim diesjährigen London-Marathon ihre persönliche Marathon-Bestzeit auf 2:29:23 Stunden verbessert und wurde in der Folge für die am 6. August ebenfalls in London im Rahmen der Leichtathletik-Weltmeisterschaften stattfindenden Marathon-Weltmeisterschaften nominiert. Ihr letzter Test hierfür gelang, auch wenn sie knapp eine Minute langsamer als ihre aus dem Jahre 2014 stammende Bestzeit (1:11:43 Stunden) lief. Bei den Herren kamen die beiden Kenianer Edwin Kiptoo (1:01:25 Stunden) und Kalipus Lomwai (1:03:02 Stunden) auf die Plätze zwei und drei.

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Bild: Thomas Sobczak

Auch die schnellsten Deutschen zeigten außergewöhnliche Leistungen.

Hendtke und Meyer schnellste Deutsche

Als schnellste Deutsche kamen als 16. Läufer Stefan Hendtke (SC Potsdam) nach 1:07:21 Stunden und die Hamburgerin Svenja Meyer (hamburg running e.V.) als siebte Frau nach 1:17:55 Stunden ins Ziel. Der frühere Deutsche Marathonmeister Jan Simon Hamann verpasste in 1:09:30 Stunden seine anvisierte persönliche Bestzeit von 1:09:12 Stunden zwar um 18 Sekunden, kam jedoch als erster Hamburger ins Ziel, worüber er sich nach einem harten Rennen durchaus freuen konnte, auch wenn er meinte: "Ich bin froh, dass es vorbei ist.“

Bands sorgen für gute Stimmung

Auch wenn nur einer Läuferin von über 11.000 Teilnehmern das Verbessern des Streckenrekords vergönnt war, hatten alle Läufer großen Spaß. Dazu trugen auch die acht Samba- bzw. Trommelbands entlang der Strecke bei. Darüber hinaus hatte der Veranstalter sieben Sign-Spinner engagiert, die an diversen Kilometerpunkten mit den Kilometer-Schildern jonglierten.

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