Trollinger-Marathon 2009

7368 Läufer beim Trollinger

Bereits zum neunten Mal und unter traumhaften Bedingungen fand in Heilbronn der Trollinger-Marathon statt.

Trollinger_Marathon_2009

Peter Keinath gewinnt Sonder- und Gesamtwertung im Halbmarathon.

Unter Begleitung von strahlendem Sonnenschein und zehntausenden Zuschauern fand am 17. Mai der neunte Heilbronner Trollinger-Marathon statt – eine Kombination aus Stadt- und Landschaftslauf. Die Marathon-Strecke führt von Heilbronn durch die Weinlandschaften an Schozach, Neckar und Zaber nach Brackenheim-Neipperg und wieder zurück.

Insgesamt meldeten sich 7368 Läuferinnen und Läufer für alle Kategorien an. Der Marathon wurde von 746, der Halbmarathon von 5177 Teilnehmern bestritten. Knapp 600 Schüler und Jugendliche zählte der 3,4 km-Lauf und den 425 Meter kurzen Mini-Marathon liefen begeistert 543 Kinder. Starke Mannschaften stellten wieder das Lidl-Team mit 358 Teilnehmern aus ganz Deutschland vor den GENO-Runners, der Privatkellerei Willy in Nordheim, dem Kaufland-Team und dem Katzenbeißer-Team Lauffen.

Beim Marathon der Männer siegte nach einem grandiosen Lauf der Vorjahres-Zweite und 2007-Sieger Marco Diehl aus Butzbach mit persönlichem Heilbronn-Rekord in 2:33:08 Stunden. Der Streckenrekord von 2004 (2:29:40 Stunden) konnte allerdings nicht unterboten werden. Diehl hat mit dem Trollinger-Marathon jetzt innerhalb von drei Wochen drei Marathon-Läufe gewonnen. Zweiter wurde Christoph Hakenes in 2:36:04 Stunden. Auf Platz drei lief der Italiener Luigi Giuliana aus Palermo mit einer Zeit von 2:39:13 Stunden.

Den Marathon der Frauen gewann Beate Roth mit einer Zeit von 3:13:23 Stunden vor der Vorjahres-Dritten Iris Weiblen, die in 3:15:17 Stunden das Ziel passierte. Dritte beim Trollinger-Marathon wurde Irene Hofmann in 3:28:19 Stunden. Ein Streckenrekord war somit allerdings nicht möglich, da dieser seit 2006 bei 2:51:29 Stunden liegt.

Den Halbmarathon der Männer entschied Peter Keinath mit 1:13:40 Stunden denkbar knapp für sich vor Eduard Scherer (1:13:41) und Holger Freudenberger (1:15:15). Bei den Frauen gewann die Vorjahres-Zweite Kathrin Willmek (1:30:14) vor ihrer Vereinskameradin Britta Lanwer (1:33:29) und Gillian Bathmaker (1:33:30). Dreifachsiegerin Manuela Zipse, die seit 2004 den Streckenrekord mit 1:17:08 Stunden hält, konnte verletzungsbedingt nicht starten.

Im Zuge des Trollinger-Marathons fand traditionell die „Internationale Handwerksmeisterschaft“ statt, wo Handwerker aus den verschiedensten Gewerken sowie Mitarbeiter von Handwerksorganisationen und –betrieben wissen wollten, wer unter ihnen zu den Schnellsten gehört. 285 laufende Handwerker nahmen die Halbmarathon-Strecke in Angriff, 59 die komplette Marathon-Strecke.

Auch Peter Keinath, der Halbmarathon-Sieger, startete in der Sonder-Wertung der Handwerker. Diese gewann er zum dritten Mal in Folge. Der 27-jährige Metzinger ist beim BWHT als Leiter der Verwaltung tätig. Er kommt immer wieder gerne nach Heilbronn: „Der Trollinger-Marathon ist ein wunderschöner Lauf“, so Keinath. Zweiter im Halbmarathon wurde Elektroinstallateur Jürgen Fischer aus Satteldorf (1:17:26) und den dritten Platz belegte Schlosser Uwe Richlik aus Eschelbach (1:19:55). Bei den Frauen lief als Erste Sabine Henzler, Bäckerin aus Notzingen durchs Ziel (1:40:41). Auch sie gewann den Halbmarathon bereits zum dritten Mal. Silber erhielt Myriam Heinemann, Mitarbeiterin der Firma Kachel aus Gärtringen (1:46:20). Bronze gab es für Jutta Federico, Angestellte der Firma WF Betontrennverfahren aus Lauffen (1:48:23).

Den ersten Platz der Handwerker im Marathon belegte Schreiner Kay-Uwe Müller aus Ilshofen (2:41:32). Im letzten Jahr lief er noch beim Halbmarathon mit und erreichte den dritten Platz. Maler Patrick Single aus Konstanz (2:45:30) – der Erste des Vorjahres – wurde in diesem Jahr Zweiter. Über den dritten Platz konnte sich Bäcker Steffen Leonhardt aus Bretten freuen (2:53:14). Siegerin bei den Frauen war Iris Weiblen, Mitarbeiterin der Firma Kachel aus Sindelfingen (3:15:17). In der Gesamtwertung belegte sie den zweiten Platz. Silber ging an die Erste des Vorjahres, Graveurin Rasa Poszlovszky aus Neckarsulm (4:01:26). Bronze erreichte Monika Gabrys-Engel, Mitarbeiterin des Betriebs Raumausstatter Engel aus Wächtersbach/Hessen (5:03:46).

Die Siegerinnen und Sieger der Handwerksmeisterschaft wurden in diesem Jahr mit einem Pokal aus verschiedenen Hölzern belohnt. Schreinermeister Stephan Artus Pierro aus Bad Rappenau hat die ausgefallene Skulptur ausschließlich für diesen Anlass entworfen und angefertigt.


Text: Patricia Baumann
Foto: Wolfgang Fischer