Hochkarätig besetzt

27.500 Läufer und ein Top-Feld beim Berliner Halbmarathon 2012

Teilnehmerrekord und hochkarätige Läufer bietet der Berliner Halbmarathon 2012. Mit Wilson Kiprop startet erstmalig ein amtierender Halbmarathon-Weltmeister.

Berliner Halbmarathon

Rekord: 27.500 Läufer haben sich für den Berliner Halbmarathon 2012 angemeldet.

Bild: photorun.net

Deutschlands erster großer internationaler Straßenlauf wird am Sonntag in Berlin gestartet: 27.500 Läufer haben sich für den Vattenfall Berliner Halbmarathon angemeldet. Damit ist ein Rekord bereits vor dem Start gefallen, denn nie zuvor hatte das größte und hochkarätigste nationale Rennen über die 21,0975-km-Distanz derart viele Teilnehmer. Bei der 32. Auflage gibt es eine Premiere: Erstmals geht ein amtierender Weltmeister über die „halbe Distanz“ ins Rennen. Der Kenianer Wilson Kiprop, der eine Bestzeit von 59:39 Minuten aufweist, hat sicherlich gute Siegchancen, doch er trifft auf starke Konkurrenz.

Das Rennen hatte sich zwischen 2006 und 2009 unter den schnellsten Halbmarathonläufen der Welt etabliert. Dreimal gab es in dieser Zeit Ergebnisse von unter 60 Minuten. Patrick Makau (Kenia) schraubte den Streckenrekord dabei 2007 auf 58:56 Minuten. In den vergangenen beiden Jahren waren die Sieger etwas langsamer: Der Äthiopier Eshetu Wondimu siegte 2010 mit 60:16 Minuten, Kenias Geoffrey Kipsang war 2011 nach 60:38 im Ziel. Wenn die Wetterbedingungen stimmen, könnte es am Sonntag wieder eine Zeit unter der für die internationalen Topathleten sehr prestigeträchtigen Stundenmarke geben. Am ehesten kommen für derartige Ergebnisse die Kenianer in Frage. Zehnmal blieben bisher Athleten in Berlin unter 60 Minuten – neun von ihnen kamen aus Kenia.

Wilson Kiprop ist natürlich einer, dem zuzutrauen ist, auf der sehr schnellen Berliner Strecke unter der Stundenmarke zu bleiben. Nachdem er im vergangenen Sommer Pech hatte, weil ihn eine Verletzung daran hinderte, bei den Weltmeisterschaften über 10.000 m für Kenia starten zu können, hat er sich inzwischen wieder zurückgemeldet. Kiprop gewann zwei Crossrennen im heimischen Eldoret, wo die Konkurrenz immer besonders stark ist, und wurde Zweiter beim traditionellen Silvesterlauf in Bozen. Gemessen an der persönlichen Bestzeit wäre sein Landsmann Leonard Langat (59:52) der schärfste Konkurrent.

Ein Youngster, der ebenfalls eine Zeit unter 60 Minuten erreichen könnte, ist Denis Koech. Der 18-Jährige lief erst im Februar sein erstes Rennen außerhalb Kenias. Dabei sorgte er für eine Sensation, denn er gewann den in Regel hochkarätigsten Halbmarathon des Jahres: In Ras Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate) lief er den Favoriten davon und siegte mit einer persönlichen Bestzeit von 60:34 Minuten. Hinter sich ließ er unter anderen den Äthiopier Feyisa Lelisa, der mit 59:22 im Januar den Houston-Halbmarathon gewonnen hatte, und seinen Landsmann Wilson Kipsang, der im vergangenen Oktober in Frankfurt den Marathon-Weltrekord um lediglich vier Sekunden verpasst hatte. Bei dem Rennen in der Wüstenstadt war das Tempo anfangs überraschend verhalten und wurde erst später deutlich schneller, so dass Denis Koech bei einer gleichbleibenden Pace sicherlich noch schneller laufen kann.

Ein weiterer kenianischer Nachwuchsläufer, der am Sonntag eine gute Rolle spielen kann, ist Gideon Kipketer. Der 19-Jährige überzeugte im Januar beim holländischen Egmond-Halbmarathon als Zweiter mit 61:03 Minuten. Da die Strecke dort nicht einfach ist, müsste Gideon Kipketer in Berlin schneller laufen können.

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