Ultra-Trail du Mont Blanc 2013

2.469 liefen 168 Kilometer mit 9.600 Höhenmetern

Perfektes Wetter und zwei Streckenrekorde sorgten für eine spektakuläre 11. Auflage des Ultra-Trail du Mont Blanc. 2.469 liefen die 168 Kilometer mit 9.600 Höhenmetern.

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Ultra-Trail du Mont Blanc

Ultra-Trail du Mont Blanc

Bild: Damiano Levati/The North Face

Der diesjährige Ultra-Trail du Mont Blanc nimmt mit 2.469 Teilnehmern einen besonderen Platz unter all seinen Vorgängern ein. Die elfte Auflage war nicht nur die erste seit Jahren, die bei perfekten Wetterbedingungen und unveränderter Streckenführung über 168 Kilometer und 9.600 Höhenmeter abgehalten wurde. Auch die Rekordleistung von Rory Bosio (USA) dürfte unvergessen bleiben, ebenso die des Franzosen Xavier Thévenard. Beide brachen den jeweiligen Rekord bei den Männern und Frauen.

Die Amerikanerin Rory Bosio lief als erste Frau in die Top 10 der Gesamtwertung vor. Als Siebtplatzierte in der Gesamtwertung und Erste unter den Frauen mit einer Zeit von 22:37:26 unterbot Rory Bosio den bisherigen Rekord von Krissy Moehl (ebenfalls USA) um mehr als zwei Stunden.

Lizzy Hawker, fünfmalige Siegerin, die derzeit an einer Verletzung laboriert, jubelte den Läufern an der Strecke zu: „Ich bin so stolz auf meine Teamkameradin Rory. Sie hat einen inspirierenden, wunderschönen Lauf hingelegt. Rory hat das erreicht, wovon ich schon immer geglaubt habe, dass es einer Frau gelingen kann.“ Die 29-jährige Rory Bosio nach ihrem zweiten Ultra-Trail: „Das war ein echter Kick, aber ich hatte auch einen wirklich guten Tag. Ich fühlte mich gut und das Wetter und die Streckenführung waren optimal.“

Bei den Männern belegte der 25-jährige Franzose Xavier Thévenard den ersten Platz mit einer ebenfalls beeindruckenden Rekordzeit von 20:34:57. Er verbesserte die bestehende Rekordzeit um mehr als eine Minute. Auf dem Siegertreppchen standen neben ihm die beiden Spanier Miguel Heras und Javier Dominguez. Die amerikanischen Athleten Timothy Olson und Mike Foote machten die Siegerrunde komplett. Olson gelangte mit 21:38:23 auf den vierten Platz vor Foote mit 21:53:19. „Am Anfang machte es noch Spaß, aber dann tat es nur noch weh“, erinnert sich Timothy Olson, der 2012 und 2013 beim „Western States 100“ siegte. „Ich habe mich da draußen definitiv mehr als einmal vollkommen erledigt gefühlt.“

Sein Landsmann Mike Foote erklärte nach dem Rennen: „Es ist herrlich, bei Tageslicht zu laufen. Ich fühle mich immer sehr ermutigt von den Leuten, die an der Strecke stehen und uns anfeuern, auch mitten in der Nacht. Der Grund, warum ich jedes Jahr wieder herkomme, ist die Kultur der Berge.“

Jez Bragg, Athlet aus Großbritannien und Sieger 2010, belegte mit einer Zeit von 23:45:41 einen wohlverdienten zehnten Platz in der Männerkategorie. Es war Braggs erstes Rennen nach seiner Te Araroa Expedition, bei der er Neuseeland auf einer 3.000km langen Strecke in 53 Tagen von Norden nach Süden durchquerte. Seine brasilianische Teamkollegin Manuela Vilaseca lief nach 30:17:02 über die Ziellinie und erreichte damit einen beachtlichen achten Platz.



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Foto: Damiano Levati & Alo Belluscio