Dopingskandal

19 Kenianer gesperrt

Rita Jeptoo und Emily Chebet gehören zu den 19 kenianische Athleten, die zurzeit von der IAAF wegen Dopings gesperrt sind.

Emily Chebet

Emily Chebet ist die prominenteste kenianische Läuferin, die in diesem Jahr gesperrt wurde.

Bild: photorun.net

Kenia stand zuletzt noch nicht auf den beiden „Schwarzen Länder-Listen“ der WADA. Allerdings ist offensichtlich, dass es auch in Ostafrika ein Dopingproblem gibt. Die WADA hat entsprechende Schritte eingeleitet, erklärte aber laut BBC vor kurzem, man sei ermutigt, nachdem die kenianische Regierung die Finanzierung eines nationalen Anti-Doping-Programms beschlossen habe. Wegen der Veruntreuung von Sponsorengeldern sowie mangelnder beziehungsweise blockierender Aktionen im Anti-Doping-Kampf suspendierte die IAAF den kenianischen Verbandspräsidenten Isaiah Kiplagat sowie die führenden Funktionäre David Okeyo und Joseph Kinyua. Kenias Verbandsfunktionäre galten schon lange als korrupt und willkürlich. Möglicherweise hat auch die Verbandsspitze positive Dopingproben gegen Geldzahlungen unter den Tisch gekehrt.

In der Folge des Skandals in Kenia besetzten Langstreckenläufer der Professional Athletes’ Association of Kenya (PAAK) - in diesem Verbund haben sich etliche Weltklasseläufer zusammengeschlossen, um ihre Interessen gegen den nationalen Leichtathletik-Verband wahrzunehmen - Ende November die Verbandszentrale in Nairobi. Sie forderten die längst überfällige Ablösung der Verbandsführung um Kiplagat. Gut möglich, dass in der Zukunft der frühere Marathon-Weltrekordler Paul Tergat, der auch Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees ist, eine entscheidende Rolle spielt.

19 kenianische Athleten sind zurzeit von der IAAF wegen Dopings gesperrt. Mit dieser Anzahl liegt auch Kenia weit vorne in dieser Liste. Hinter Russland (52) und Indien (33 Fälle) befindet sich das Land in einem Bereich mit Marokko und der Türkei. Zum Vergleich: Nur ein deutscher Athlet findet sich zurzeit in der IAAF-Doping-Liste. Von den vielen prominenten kenianischen Weltklasseläufern sind es bisher aber nur sehr wenige, die positiv getestet wurden - meist betrifft es Athleten aus der zweiten oder dritten Reihe. Neben der bereits vor einem Jahr überführten Chicago- und Boston-Marathon-Siegerin Rita Jeptoo ist aktuell die zweimalige Crosslauf-Weltmeisterin Emily Chebet die prominenteste kenianische Athletin, die eine Dopingsperre verbüßt.

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