Skyrun Münster 2014

18 Etagen und 360 Stufen

Beim Skyrun in Münster, einem Treppenlauf, mussten 360 Stufen bewältigt werden. Durch einen ungewöhnlichen Austragungsmodus sorgten die Veranstalter für beste Unterhaltung und mehr Chancengleichheit.

Skyrun Münster 2014

Läuferin beim Start des Skyruns in Münster 2014. In der Qualifikationsrunde traten die Läufer noch einzeln an.

Bild: LVM-Skyrun Münster

Am 12. Oktober fand die Premiere des Skyruns in Münster statt. Bei dem Lauf ging es darum, ein rund 70 Meter hohes Gebäude am Kolde-Ring zu bezwingen. 18 Etagen und 360 Stufen waren dabei zurückzulegen. Fast 300 Läufer, darunter auch Treppenlaufspezialisten, folgten der Einladung des Veranstalters. Nach dem Start um 9 Uhr wurde alle 15 Sekunden ein Läufer auf den Weg geschickt. In einem Qualifikationslauf wurden die besten 128 Männer beziehungsweise die besten 32 Frauen ermittelt. In der folgenden K.O.-Phase traten immer zwei Läufer gegeneinander an. Nur der jeweilige Sieger zog in die nächste Runde ein.

Streckenrekord im Finale des Skyrun Münster

Bei den Männern standen nach sieben anstrengenden Rennen Miroslav Burian aus Tschechien und Tomas Celko aus der Slowakei im Finale. In einem furiosen Finale hatten beide noch die Kraft, die bis dahin beste Zeit des Tages (1:21 Minuten) zu unterbieten. Am Ende setzte sich Burian mit 1:18 gegen Celko (1:19) durch. Im Rennen um Platz drei gewann Tomas Macecek (1:24) gegen seinen tschechischen Landsmann Pavel Holec (1:27). Der für den TuS Germania Horstmar startende Daniel Plugge konnte sich gegen die hochklassige Konkurrenz bis ins Viertelfinale durchkämpfen. Hier unterlag er dann dem späteren Gesamtdritten, Tomas Macecek.

Münsteranerin wird Zweite beim Skyrun

Bei den Damen sorgte die 800-Meter-Spezialistin und Münsteranerin Margot Wyrwoll für Aufsehen. Bei ihrem ersten Treppenlauf lief sie gleich ins Finale. Im sechsten Rennen musste sie sich aber der Treppenlauf-Weltranglistenzweiten Lenka Svabikova geschlagen geben. Die Tschechin gewann das Finale mit einer Zeit von 1:35 und distanzierte Wyrwoll (1:47) dabei deutlich. Auf Platz drei landete Zvzana Krchova (1:48) nach einem Rennen gegen Manuela Hartl (1:50).

Viel Lob für die Organisatoren des Skyruns in Münster

Viele Teilnehmer waren von der Organisation des Skyruns in Münster beeindruckt. So meinte etwa die Siegerin Lenka Svabikova: „Es war der schönste und am besten vorbereitete Wettkampf, an dem ich bisher teilgenommen habe. Wirklich toll.“ Für die Zuschauer war das gewählte Gebäude ideal, da es vollständig verglast ist. So konnte man genauestens verfolgen, wo sich die Athleten befanden. Zusätzlich wurde das Event noch auf einer Videoleinwand übertragen.

Der ungewöhnliche Austragungsmodus fand viele Befürworter. Bei normalen Treppenläufen wird gleichzeitig gestartet und wer als Erster im Ziel ist, gewinnt. Oft entscheiden eine gute Startposition und Ellenbogeneinsatz über Sieg und Niederlage. Der Münsteraner Modus sorgte jedoch für Chancengleichheit unter den Athleten.