Lauf über 5 Tage

100-Meilen-Lauf im Himalaja

Der Österreicher Gantioler siegte beim 100-Meilen Etappen-Rennen vor einer atemberaubenden Himalaja-Kulisse.

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Nach einer zurückgelegten Strecke von 100 Meilen, noch dazu im Himalaja, gibt es keine Verlierer!

Bild: Veranstalter

Im nordöstlichen Teil des indischen Himalaja, genauer gesagt im Umland der Stadt Darjeeling, das den meisten Lesern als Teeanbaugebiet bekannt sein dürfte, fand vom 3. bis zum 7. November 2008 zum 18. Mal der fünf Tagesetappen umfassende 100-Meilen-Lauf im Himalja statt. An dem Lauf, der zu den härtesten Ausdauerwettbewerben der Welt zählt, nahmen 50 Läufer aus 14 Nationen teil, von denen 49 das Ziel erreichten.

Noch atemberaubender als die 100 Meilen lange Strecke ist die Kulisse, vor der der 100-Meilen-Lauf stattfindet.

Bild: Veranstalter

Wenngleich die atemberaubende Natur entlang der 100 Meilen langen Strecke die Strapazen natürlich nicht völlig vergessen machen kann, so setzt doch die Streckenführung vorbei an den blühenden Rhododendron-Wäldern mit ihrer Vielfalt von über 4.000 verschiedenen Blütenpflanzen und 300 verschiedenen Arten von Farnen, vorbei an vier Achttausendern – dem Mount Everest (8.850 m), dem Kangchenjunga (8.586 m), dem Lothse (8.516 m) und Makulu (8.463 m) –, bei den Teilnehmern vordem verborgene Kräfte frei.

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Bild: Veranstalter

Stephen James und Hester Mortimore aus Großbritannien beim gemeinsamen Zieleinlauf.

Grund, stolz auf sich zu sein, haben alle Teilnehmer: Seien es Akshay und Mansi aus Indien, der mit 17 Jahren jüngste Teilnehmer und die mit 21 Jahren jüngste Teilnehmerin. Sei es Leslie Reginald Green aus Großbritannien, der mit 70 Jahren älteste Teilnehmer. Oder natürlich der strahlende Sieger, Hubert Gantioler aus Österreich, der die 100 Meilen lange Strecke in 14:58 Stunden zurücklegte, was einem Durchschnittstempo von 5:36 Minuten/Kilometer entspricht! Zweit- und drittschnellster Läufer waren Paul James Halford und Alexander Gordon Copping aus Großbritannien. Sie erreichten das Ziel nach 15:59 Stunden und 16:44 Stunden.

Die schnellste Frau war Sara Catherine Winter aus Neuseeland mit 17:31 Stunden. Auf Platz Zwei folgte Linda Mary Doke aus Südafrika mit 19:16 Stunden. Den dritten Platz teilten sich die beiden Amerikanerinnen Kristen Daly und Kathryn Carnet Daly mit 24:46 Stunden.

Mount-Everest-Challenge-Marathon

Die dritte Tagesetappe am 5. November 2008 bildete der 14. Mount-Everest-Challange-Marathon, den die englische Ausgabe der Runner’s World einst als „schönsten Marathon der Welt“ betitelte. Die Strecke führte vom 3.636 Meter hoch gelegenen Ort Sandakphu hinunter zum 2089 Meter hoch gelegenen Ort Rimbik.

Gesamtsieger Hubert Gantioler war auch am Mount Everest der schnellste Läufer (4:32 Stunden). Zweiter wurde auf dieser Etappe der Gesamtdritte Gordon Copping (4:46 Stunden), Dritter wurde Scott Michael Penticoff aus den USA (4:58 Stunden).

Auch bei den Frauen lag am Mount Everest die Gesamtsiegern Sara Catherine Winter vorn (5:10 Stunden) – vor der Gesamtzweiten Linda Mary Doke (5:57 Stunden). Dritte wurde Melissa Wells Chase aus den USA (6:57 Stunden).