André Pollmächer

„Ich setze alles auf eine Karte“

Marathonläufer André Pollmächer hat sich zu einem Comeback entschieden. Seine Gründe erläutert er im Interview.

André Pollmächer

André Pollmächer

André Pollmächer wird im nächsten Jahr zum Comeback starten. Nach gut einem Jahr Pause hat der 10.000-m-Europa-Cup-Sieger von 2007 entschieden, 2011 wieder Wettkämpfe zu laufen. Sein letztes Rennen war der WM-Marathon 2009 in Berlin. Dort lief André Pollmächer auf Rang 18 und sorgte für das beste Resultat eines deutschen Marathonläufers bei einer WM seit dem 14. Platz von Konrad Dobler 1995. Da sein langjähriger Trainer Bernd Dießner danach in den Ruhestand ging und André Pollmächer ohne Coach dastand, beendete er seine Karriere und übernahm Dießners Trainerstelle beim LAC Chemnitz. Der 27-Jährige gab das folgende Interview:

Wann haben Sie zum ersten Mal an das Comeback gedacht?

André Pollmächer: Der Gedanke an das Comeback reifte seit den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig, wo ich als Trainer vor Ort war. Dort hat mich Ron Weigel mehr aus Spaß daraufhin angesprochen, weil er mich zum ersten Mal in meiner neuen Rolle sah. Er sagte auch, du hättest ja mit uns ins Trainingslager mitfahren können, dann hättest du gar keinen Trainer gebraucht. Ich habe das damals abgeblockt, aber trotzdem irgendwie im Hinterkopf behalten.

In Chemnitz soll es Schwierigkeiten gegeben haben.

André Pollmächer: Ja, das hatte ich mir anders vorgestellt. Es gab Probleme, aber ich möchte das hier nicht weiter erläutern. Es war aber klar, dass ich weg musste, eine weitere Zusammenarbeit war nicht mehr möglich.

Dann wurde Ron Weigel Marathon-Bundestrainer …

André Pollmächer: Das war ein ausschlaggebender Punkt. Ich habe ihn angerufen und er meinte zunächst scherzhaft, jetzt müsse er sich ja eigentlich um mich kümmern, wenn ich im Kader wäre. Dann sagte ich, das sei eine Möglichkeit und daraufhin kam er nach Chemnitz und hat mich endgültig überzeugt.

Wann ziehen Sie nach Potsdam und für welchen Verein werden Sie starten?

André Pollmächer: Ich werde Anfang des nächsten Jahres nach Potsdam ziehen. Ich weiß, dass Bernd Dießner immer von den dortigen Trainingsbedingungen geschwärmt hat. Inzwischen habe ich mich auch selbst vor Ort davon überzeugt. Für mich ist es sicherlich ein Vorteil, zukünftig dort trainieren zu können. Bezüglich meines künftigen Vereins kann ich zurzeit noch nichts sagen, da laufen Verhandlungen.

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